kakerlaken
Schnecken Steckbrief
Gefährlichkeit
Verbreitung
Bekämpfungsaufwand
  • Klasse: Weichtiere
  • Größe: Bis 20cm
  • Lebenserwartung: 1 - 10 Jahre
  • Ernährung: Pflanzenfresser
  • Vermehrung: Eiablage
  • Aktivität: Tagaktiv
  • Anzeichen: Schleimspuren, Fraßspuren an Pflanzen
  • Verstecke: Laubhaufen, unter Pflanzen, Ritzen & Spalte

Vorbeugung

  • Überwässerung vermeiden
  • Hohes Gras beseitigen
  • Boden bearbeiten

Bekämpfung

  • Schneckenkorn
  • Einsammeln
  • Laufenten
  • Hausmittel

Schnecken gehen bei der Suche nach Futter, vor allem den Gerüchen auf die Spur. Bei einer Bierfalle wirkt die Hefe anziehend und sorgt dafür, dass die Tiere sich in Deinen Garten begeben. So effektiv das Bier ist, so wirkungslos zeigt es sich, weil durch die Anziehung sich vermehrt die Schnecken bei Dir einfinden.

Besser erscheint es, wenn Du Gerüche verwendest, die weniger angenehm für die Schnecken sind. Dazu könnte etwa die Minze zählen. Ist die dieses Kraut geeignet, um die Schnecken aus Deinem Garten zu vertreiben?

Auf einen Blick

  • Du kannst Schnecken durch den Anbau von Minze abwehren, da sie den Geruch meiden.
  • Frische Minzeblätter, sowohl gepflanzt als auch als Mulch, wirken effektiv gegen Schnecken.
  • Ätherisches Minzöl kann verwendet werden, ist aber teurer und nur für Notsituationen empfohlen.
  • Weitere schneckenabweisende Pflanzen sind Thymian, Rosmarin, Lavendel, Bärlauch und Zitronenmelisse.

Die Wirkung der Minze gegen Schnecken

Schnecken sind auf der Suche nach jeglichen Pflanzen, um dort die Blätter anzufressen. Sie ernähren sich von dem saftigen Grün und fühlen sich dort wohl. Vor allem Nacktschnecken zählen zu den Schädlingen, die Du nicht in Deinem Garten haben möchtest.

Sie fressen Dein Gemüse und beeinträchtigen die Pflanzengesundheit. Möglicherweise fällt die Ernte daraufhin ganz aus und das Problem der Schnecken bekommst Du nicht mehr in den Griff.

Intensive ätherische Öle

Die Minze besteht zu einem Großteil aus ätherischen Ölen. Den Hauptanteil macht hierbei Menthol aus. Dieses wirkt auf die Schnecken abstoßend, sodass diese sich nicht der Minze nähern.

Die Minze hingegen wirkt für die Schnecken abstoßend. Dies liegt wahrscheinlich am hohen Anteil der ätherischen Öle[1]https://www.tiroler-kraeuterhof.com/magazin/pfefferminzoel/, die in dieser Pflanze enthalten sind. Diese sondern einen intensiven Geruch ab, welcher für die Schnecken unangenehm ist.

Es liegt die Vermutung nahe, dass der starke Mentholduft dazu führt, dass die Schnecken keine anderen Futterquellen mehr wahrnehmen. Ihr Orientierungssinn ist gestört und Sie begeben sich lieber an einem anderen Ort auf die Suche nach etwas Fressbarem.

Wie kannst Du die Minze gegen Schnecken einsetzen?

Möchtest Du selbst ausprobieren, ob sich die Minze gegen Schnecken als effektiv erweist, stehen Dir hierfür verschiedene Methoden zur Verfügung. Du kannst die Minze auf verschiedene Weisen verarbeiten und diese als Hausmittel gegen Schnecken verwenden.

Pflanzenbarriere

Die einfachste Möglichkeit besteht darin, die Minze selbst anzupflanzen. Du kannst diese am Rand des Gemüsebeetes einsetzen, sodass das Kraut sein natürliches Aroma versprüht. Der Vorteil ist hierbei, dass Du die Blätter ernten und anderweitig verwenden kannst. So profitierst auf mehreren Wegen vom Anbau der Minze.

Mulch der Minze

Bietet Dein Beet keinen Platz mehr für die Minze und möchtest Du diese nicht überall anpflanzen, kannst Du die Blätter zu Mulch verarbeiten.

Hierfür nimmst Du ausschließlich frische Blätter, da diese noch intensiv im Geruch sind. Das Schnittgut gibst Du dann gezielt in den Bereichen aus, wo sich die Schnecken aufhalten. Indem Du den Mulch sorgfältig verteilst, schaffst Du eine Barriere, die für die Schnecken unüberwindbar erscheint.

Ätherisches Öl

Möchtest Du Dir den Anbau der Minze sparen, kannst Du im Handel fertige Öle erwerben. Diese sind hochkonzentriert und werden aufgrund der verschiedenen Wirkungen geschätzt. Das Pfefferminzöl wirkt etwa durchblutungsfördernd und entkrampfend[2]https://www.swissmom.ch/de/pfefferminze-19468. Dadurch führt es eine Entspannung herbei und steigert das Wohlbefinden.

Eigentlich als Gesundheitsprodukt gedacht, ist der Preis für das Öl relativ hoch. Die Anwendung im Garten zur Bekämpfung der Schnecken ist teuer und daher nur in Notsituationen sinnvoll. Hast Du gerade keine frische Minze zur Hand, kannst Du auf das Öl ausweichen und dieses umgehend einsetzen.

Träufel es auf einen Lappen oder Tuch und lege diese am Rand des Beetes aus. Dann bleiben die Schnecken ebenso fern und stellen keine Gefahr dar.

Nur frische Minze ist wirkungsvoll

Einfache Hausmittel leiden unter dem Problem, dass sie zwar simpel anzuwenden sind, ihre Effektivität aber zu wünschen übrig lässt. So zeigen sich die Schnecken etwa von Sägespänen unbeeindruckt und überwinden diesen Untergrund ohne zu zögern.

Bei der Minze zeigt der Praxistest ein deutliches Ergebnis. Die Schnecken lassen sich damit tatsächlich in die Flucht schlagen. Der Geruch des ätherischen Öls ist für Sie unangenehm und Sie bleiben lieber auf Abstand.

Frische Blätter verwenden

Ausschlaggebend ist der Geruch der Minze. Dieser ist nur bei frischen Blättern oder Pflanzen intensiv genug. Verwendest Du alte, getrocknete Blätter, zeigen diese sich gegen Schnecken als wirkungslos.

Damit die Minze Ihre volle Wirkung entfaltet, muss es sich um frische Blätter handeln. Nur diese verbreiten einen so starken Duft, dass die Schnecken im Garten sich davon beeindruckt zeigen.

Keine Wirkung zeigen hingegen getrocknete, alte Blätter oder ein Teebeutel der Pfefferminze. Dort ist der Geruch nicht mehr ausreichend, um die Schnecken zu beeinträchtigen.

Weitere Pflanzen gegen Schnecken

Die Minze ist nur eine Sorte, die sich als hilfreich bei der Schneckenbekämpfung zeigt. Auch andere Pflanzen stehen Dir zur Seite, um ohne Gift Schnecken zu vertreiben. Wichtig ist hierbei, dass diese ebenso einen spürbaren Geruch verbreiten.

Auf ähnlicher Basis stehen etwa Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Lavendel. Diese lassen sich ähnlich der Minze anwenden, um die Schnecken auf Abstand zu halten.

Stark riechend sind zudem Knoblauch oder Zwiebeln. Deren Geruch ist allerdings auch für den Menschen unangenehm, sodass Du abschätzen musst, ob diese Belastung für Dich hinnehmbar ist.

Eine Besonderheit besteht zudem beim Basilikum. Dieses scheint für die Schnecken wohlriechend zu sein und besitzt eine anziehende Wirkung. Daher ist nicht jedes Kraut geeignet, um die Schnecken fernzuhalten. Auf Basilikum müssen Gärtner daher verzichten.

Mit der Minze die Schnecken abhalten

Schnecken stehen bei Gärtnern nicht gerade hoch im Kurs. Insbesondere Nacktschnecken erweisen sich als hungrige Schädlinge, die Deine Pflanzen im Beet angreifen.

Mittel zur Bekämpfung der Schädlinge gibt es einige. Doch auf das Schneckenkorn solltest Du nicht sofort zurückgreifen. Besser ist es, wenn Du zunächst sanftere Methoden einsetzt, die ohne Gift auskommen und verträglicher für die Natur sind.

Hierfür stehen Dir einige Pflanzen zur Verfügung, die mit Ihrem Geruch die Schnecken stören und diese aus Deinem Garten vertreiben. Neben der Minze kannst Du auch eine Reihe anderer Kräuter oder stark riechender Pflanzensorten verwenden.

Setze diese entweder direkt im Beet ein oder verwende frische Blätter als Mulch, um eine Barriere zu schaffen. Die Wirksamkeit ist im Praxistest belegt und somit zählt die Minze zu den wirksamen Hausmitteln gegen Schnecken.

Häufige Fragen

Schnecken mögen sämtliche Kräuter nicht, die einen intensiven Geruch absondern. Dazu gehören u.a.:

  • Minze
  • Bärlauch
  • Lavendel
  • Gartenkresse
  • Rosmarin
  • Thymian
  • Bohnenkraut
  • Zitronenmelisse

Eine Ausnahme stellt hingegen das Basilikum dar. Dieses Kraut wirkt auf die Schnecken anziehend, weshalb es zur Bekämpfung nicht geeignet ist.

Kaffeesatz ist ein wirksames natürliches Mittel gegen Schnecken. Gib den Kaffeesatz im Beet aus und nach der Aufnahme setzt die tödliche Wirkung ein. Denn das Koffein wirkt als Nervengift und ist bereits in geringen Konzentrationen für die Schnecken tödlich.

Gegen die Schnecken im Garten gibt es eine Reihe von natürlichen Mitteln, die ganz ohne Gift auskommen. Neben dem Anpflanzen der Kräuter, kannst Du auch verschiedene Jauchen herstellen. Hierbei ist entscheidend, dass diese einen starken Geruch abgeben. Bewässer Deine Pflanzen mit der Jauche, um die Schnecken zu vertreiben. Ebenso kannst Du Fressfeinde in Deinem Garten ansiedeln oder einsetzen. Laufenten erweisen sich als effektive Schneckenverputzer und diese lassen sich bei Bedarf für kurze Zeit ausleihen.

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