Schnecken bewegen sich langsam in Deinem Garten fort und hinterlassen dabei eine Schneise der Verwüstung. Deine Pflanzen weisen deutliche Spuren der Gefräßigkeit der Schnecken auf und eine Erholung ist von diesem Angriff nicht immer möglich.

Möchtest Du verhindern, dass die Schnecken sich in Deinem Garten oder Haus wohlfühlen, musst Du herausfinden, was bei Ihnen bevorzugt auf dem Speiseplan steht. Erfahre, was Schnecken fressen und berücksichtige dies bei der Gestaltung des Gartens.

Vorlieben der Schnecken

Je nach Art bestehen Unterschiede, was die Lieblingsspeisen angeht. Gemeinsam haben die meisten Schneckenarten, dass Sie Pflanzen mögen. Sie befallen sowohl gesunde Pflanzen als auch die Reste bereits verwelkter Exemplare.

Doch die Schnecke ernährt sich nicht rein vegetarisch. Im Garten erweist Sie sich sogar als nützlich, weil Sie herumliegendes Aas verputzt. So vertilgt Sie die Überreste und führt diese einem sinnvollen Zweck zu.

Eine bestimmte Vorliebe besteht in Bezug auf die Pflanzen kaum. Sie machen sich über sämtliche Arten her und daher ist kaum eine Einschätzung möglich, welche Sorten Sie lieber in Ruhe lassen. Je größer der Hunger, desto breiter aufgestellt ist auch der Speiseplan. Dann befallen Sie sämtliches Grünzeug, welches nahrhaft wirkt.

Eine Abneigung besteht lediglich gegenüber Sorten, die über einen intensiven Geruch oder bitteren Geschmack verfügen. Ähnlich wie beim Menschen deuten die Bitterstoffe[1]https://vegpool.de/magazin/bittere-lebensmittel-gesund-faktencheck.html darauf hin, dass die Pflanze gefährlich ist. Die Schnecke vermeidet diese Sorten daher. Auch Kräuter oder Blumen mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen stehen bei Ihr nicht hoch im Kurs. Sie verschmäht diese Arten und sucht lieber nach Varianten, die nicht solch intensive Duftstoffe beinhalten.

Somit ist festzustellen, dass Schnecken sämtliche Pflanzen fressen, die weder bitter sind, noch über ätherische Öle verfügen. Daher ist das Angebot in Deinem Garten wahrscheinlich reichhaltig und die Schnecke wird in jedem Fall fündig. Sei vorsichtig, wenn sich einzelne Schnecken bei Dir einfinden, da diese häufig die Artgenossen anlocken. Handle schnell und bekämpfe die Schnecken, um einen größeren Schaden zu vermeiden.

Optimale Voraussetzungen im Garten

Schnecken nehmen über eine größere Entfernung wahr, ob sich schmackhafte Pflanzen in Deinem Garten befinden. Doch während manche Gartenbesitzer an diesen Schädlingen verzweifeln, finden Sie sich in anderen Gärten seltener ein.

Ein Grund hierfür könnte die Beschaffenheit des Bodens sein. Denn die Schnecken hinterlassen einen schleimigen Film und fühlen sich auf einem feuchten Untergrund[2]https://www.wochenblatt.com/landleben/nachrichten/schnecken-lieben-es-feucht-8816206.html wohler. Finden Sie lediglich eine trockene Erde oder Sand vor, vermeiden Sie es dort hinüberzulaufen. Für die Tiere besteht die Gefahr, dass die Erde dem Körper Flüssigkeit entzieht und es daher zu einem Austrocknen kommt. Ist der Untergrund sandig, dann tritt seltener ein Schneckenbefall auf.

Finden die Schnecken hingegen einen feuchten Boden oder einige Wasserquellen vor, fühlen Sie sich in dieser Umgebung wohler. Dann ist es wahrscheinlich, dass sich die Schädlinge einnisten und Du Sie erst bei Einbruch der Kälte wieder loswirst. Zu Beginn des Kälteeinbruchs fallen die Schnecken in eine Winterstarre[3]https://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article107964568/Wie-ueberwintern-Schnecken.html und schützen sich auf diese Weise vor den niedrigen Temperaturen.

Ernährung der Nacktschnecken

Am meisten Sorgen solltest Du Dir machen, wenn Nacktschnecken den Weg in Deinen Garten finden. Sie gelten als die gefräßigsten Exemplare, die sich schnell vermehren und ein Bild der Verwüstung hinterlassen.

Als Feinschmecker gelten die Nacktschnecken keinesfalls. Am liebsten fressen Sie junge Blätter, die frisch sind und am nahrhaftesten wirken. Dadurch fallen die gerade frisch gesetzten Keimlinge den Nacktschnecken häufiger zum Opfer und die Aufzucht der Pflanzen gestaltet sich als kompliziert.

Doch nicht alle Nacktschnecken fressen ausschließlich das Grünzeug. Entdeckst Du in Deinem Garten den Tigerschnegel, ist dies mitunter eine gute Nachricht. Denn Er gilt als Kannibale und ernährt sich unter anderem von anderen Nacktschnecken. Dadurch dämmt Er den Befall etwas ein. Allerdings musst Du Dich auch darum kümmern, diesen Artgenossen wieder zu vertreiben.

Möchtest Du keine Angst vor einem Befall haben, dann setze schneckenresistente Pflanzen ein. Diese wirken nicht nur unappetitlich, sondern auch abstoßend. Sie kannst Du wie eine Barriere einsetzen, um den Innenbereich zu schützen.

Dennoch gelten Nacktschnecken als überaus gefräßig. Auf dem Speiseplan stehen folgende Pflanzenarten:

  • Obstpflanzen: Erdbeeren, Äpfel, Kaki
  • Gemüse: Salat, Zucchini, Kohl, Brokkoli
  • Kräuter: Basilikum, Dill, Petersilie
  • Zierpflanzen: Dahlien, Sonnenblumen, Rittersporn, Petunie

Dies stellt nur einen kleinen Auszug der Pflanzen dar, die von der Nacktschnecke verspeist werden. Sie befallen auch eine Reihe von weiteren Arten. Dementsprechend verfügen Sie über einen breit gefächerten Geschmack.

Fressverhalten von Weinbergschnecken

Weniger als Schädling bekannt und eher in geringer Zahl auftretend sind die Weinbergschnecken. Sie stehen unter Naturschutz und die legale Bekämpfung ist einigen Einschränkungen unterlegen. Du darfst Sie keinesfalls töten und bei einem Verstoß drohen Bußgelder im Bereich von mehreren tausend Euro. Setze die Tiere lieber sanft um oder verwende Vergrämungsmethoden, um die Weinbergschnecken aus Deinem Garten zu entfernen.

Der Schaden, den diese Schnecken hinterlassen, ist überschaubar. Denn Sie lassen üblicherweise frische und kräftige Pflanzen in Ruhe. Sie interessieren sich eher für bereits welkende Blätter, die leichter zu verzehren sind.

Auf diesem Wege produzieren Weinbergschnecken einen ökologisch wertvollen Humus. Den kannst Du im Garten nutzen, um darauf neue Pflanzen großzuziehen. So befallen diese geschützten Schnecken vorwiegend kranke Blätter und verzichten auf das Verspeisen von gesundem Grünzeug.

Hilfreich sind Weinbergschnecken zudem, da Sie Eigelege von Nacktschnecken verspeisen. Dadurch verhindern Sie eine weitere Ausbreitung der schädlichen Population und stellen einen Schutz für Deinen Garten dar. Als natürliche Schädlingsbekämpfer sind Sie für Gartenbesitzer bei einem Schneckenbefall willkommen und erweisen sich als Unterstützung.

Kaum schädliche Gehäuseschnecken

Neben den größeren Weinbergschnecken gibt es noch eine Reihe von anderen Arten, die über ein Haus auf dem Rücken verfügen. Die meist kleineren Exemplare stehen zwar nicht unter Naturschutz, doch ist eine Bekämpfung auch bei Ihnen kaum angebracht.

Diese Schnecken ernähren sich auf ähnliche Weise, wie die Weinbergschnecke. Bevorzugt fressen Sie welke Blätter und Pflanzenreste. Zudem verputzen Sie auch Pilzfäden sowie Aas. Im Garten erfüllen Sie dadurch eine Nische, indem Sie kranke Pflanzen verspeisen und dadurch Platz für Neues schaffen.

Hältst Du Deinen Garten bewusst natürlicher, dann freue Dich über die Anwesenheit dieser Schnecken. Sie fressen alte Pflanzenteile und sind wichtig, um das ökologische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. So besteht wieder die Möglichkeit, junge, gesunde Pflanzen anzusiedeln.

Trinkverhalten

Als Weichtiere bestehen Schnecken zu einem Großteil aus Wasser. Der Anteil kann, je nach Art, bis zu 90% betragen. Damit ist dieser wesentlich höher als beim Menschen.

Um den Körper bestens zu versorgen, müssen Schnecken viel Wasser zu sich nehmen. Andernfalls würden Sie austrocknen und die Fortbewegung schwerfallen.

Die Flüssigkeit nehmen Sie über die Nahrung sowie die Haut auf. Überwiegend trinken Sie das Wasser über Ihren Mund. Finden Sie ausreichend Wasserquellen in Deinem Garten, fühlen sich die Schnecken dort wohl und können problemlos überleben.

Eine ausgetrocknete Schnecke erkennst Du am dünnen Körper. Sie wirken zudem schwächer und sind kaum in der Lage, sich fortzubewegen. Gehäuseschnecken solltest Du dann einer Wasserquelle zuführen, damit Sie wieder genügend Feuchtigkeit aufnehmen.

Der Schneckenfraß im Garten

Schnecken gelten im Allgemeinen als Schädlinge, die im Garten nicht willkommen sind. Es besteht die Angst, dass sämtliche Schneckenarten die frischen Salatblätter anknabbern und kaum mehr etwas von Deinem Gemüse übrig bleibt.

Diese Befürchtungen treffen in erster Linie auf Nacktschnecken zu. Sie sind wenig rücksichtsvoll und fallen über gesunde, kräftige Pflanzen her. Daher gelten Sie als gefährliche Schädlinge, die einer zügigen Bekämpfung bedürfen.

Anders sieht es aus, wenn sich Arten mit einem Schneckenhaus bei Dir eingefunden haben. Gehäuseschnecken verspeisen überwiegend verwelkte Blätter und verzichten darauf, gesunde Pflanzen zu schaden. Sie erweisen sich deshalb zum Teil als Nützlinge und sollten nur umgesetzt, aber nicht getötet werden.

Ist Dein Garten regelmäßig von einem Nacktschneckenbefall betroffen, dann siedle die natürlichen Feinde an. Einige Vögel fressen Schnecken und dezimieren deren Zahl. So ist Dein Gemüse sicher und Du brauchst nicht zu chemischen Bekämpfungsmitteln greifen.

Häufige Fragen

Das Ernährungsverhalten der Schnecken variiert von Art zu Art. Nacktschnecken gelten als gefräßigste Schädlinge, da Sie auch gesunde Pflanzenbestandteile fressen und dadurch zu einem Absterben führen. Demgegenüber gelten Gehäuseschnecken sogar als nützlich, da Sie vorwiegend verwelkte Blätter und Pflanzenreste fressen.

Nicht alle Schnecken gelten als Schädlinge. Einen Fraßschaden richten in erster Linie Nacktschnecken an. Denn Sie fallen über sämtliche Grünpflanzen im Garten her. Eher nützlich sind Gehäuseschnecken. Sie fressen verwelkte oder abgestorbene Pflanzenteile und produzieren einen wertvollen Humus.

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