Auf einen Blick

  • Marder sind nachtaktive Allesfresser, die auf dem Dachboden oder im Motorraum nisten können.
  • Sie verursachen Schäden durch Kratzen und Beißen, vor allem an Kabeln und Dämmmaterial.
  • Marder sind das ganze Jahr über aktiv und halten keinen Winterschlaf.
  • Vorbeugende Maßnahmen umfassen den Einsatz von Marderfallen, Marderspray und regelmäßige Aktivität in betroffenen Bereichen.

Abends, wenn es im Haus ruhiger wird, vernimmst Du ungewöhnliche Geräusche. In unregelmäßigen Abständen vernimmst Du ein Kratzen von der Decke und Du fragst Dich, was die Ursache dafür sein könnte.

Möglicherweise hat sich ein Marder bei Dir im Dachboden eingenistet und ist für die merkwürdige Geräuschkulisse verantwortlich. Zu welcher Uhrzeit ist der Marder aktiv und wann kannst Du wieder mit der erhofften Ruhe rechnen?

kakerlaken
Marder Steckbrief
Gefährlichkeit
Verbreitung
Bekämpfungsaufwand
  • Klasse: Säugetiere
  • Größe: 40 - 70cm
  • Lebenserwartung: Bis zu 20 Jahre
  • Ernährung: Allesfresser, Kleintiere
  • Vermehrung: Bis zu 4 Junge pro Wurf
  • Aktivität: Nachtaktiv
  • Anzeichen: Geräusche in der Nacht, Angebissene Kabel, Pfotenabdrücke,
  • Verstecke: Dachboden, Motorhaube, Wald

Vorbeugung

  • Dachboden aktiv nutzen
  • Marderschreck am Auto
  • Tierställe sichern

Bekämpfung

  • Marderfallen
  • Marderspray
  • Marder beim Schlafen stören
  • Gerüche einsetzen

Nachtaktive Jagdtiere

Marder sind kleine Räuber, die im Schutze der Dunkelheit auf die Suche nach der nächsten Beute gehen. Hierzu verlassen Sie das Versteck erst zu später Stunde. Mitten in der Nacht, wenn Du bereits im Bett liegst und tief schläfst, erwacht der Marder so richtig zum Leben.

Dann begibt Er sich auf Beutezug und versucht in den Hühnerstall einzudringen oder auf andere Wegen an das Fressen zu gelangen. War die Jagd erfolgreich, begibt Er sich wieder in Seinen Unterschlupf zurück.

Nachts auf Beutezug

Marder verlassen mit Einbruch der Dunkelheit Ihr Versteck. In der Nacht fühlen Sie sich sicherer und gehen auf die Suche nach den kleineren Beutetieren. Hierzu versuchen Sie in den Hühnerstall einzudringen oder spüren andere Kleintiere auf. In den frühen Morgenstunden kehren Sie wieder in Ihr Versteck zurück, um sich am Tage von der Jagd zu erholen.

Der genaue Tagesablauf ist allerdings von Exemplar zu Exemplar unterschiedlich. Während manche Tiere länger schlafen, wagen sich andere bereits früher aus dem Versteck. Am Tage wirst Du den Marder jedoch nicht sehen, da Er sich dort ausruht und von der nächtlichen Jagd erholt.

Vernimmst Du am Abend die Geräusche vom Dachboden bedeutet dies, dass der Marder aufgewacht ist. Dann richtet Er sich häuslich ein und gestaltet Seine Schlafumgebung nach Seinen Vorstellungen. Hierfür könnte Er die Bausubstanz des Dachbodens angreifen und etwa das Dämmmaterial verwenden. Da dies mit einem hohen Schaden einhergeht, ist es erforderlich den Marder so schnell wie möglich zu vertreiben.

Sei daher besonders am Abend sowie den Morgenstunden aufmerksam und gehe den unerklärlichen Geräuschen auf den Grund. So kannst Du feststellen, ob sich tatsächlich ein Marder bei Dir eingenistet hat.

Aktivität im Jahresverlauf

Der Tagesablauf des Marders entspricht weniger dem Rhythmus der meisten Menschen. Sie sind nachtaktiv und ruhen sich am Tage aus. Haben sich die Tiere bei Dir eingenistet, könnten Sie nicht nur die Bausubstanz beschädigen, sondern auch Deinen Schlaf stören. Besteht wenigstens die Hoffnung, dass der Marder im Winter ruhiger wird und keine Beeinträchtigung mehr darstellt?

Diese Hoffnung bleibt leider unerfüllt. Denn der Marder ist das gesamte Jahr über aktiv. Er hält keinen Winterschlaf und ist auch während der kalten Jahreszeit aktiv. Da dort weniger Beutetiere zur Verfügung stehen, muss Er allerdings Sein Ernährungsverhalten anpassen. So frisst Er häufiger Nüsse oder sucht die Nähe zum Menschen auf, um dort etwas Fressbares zu finden.

Kein Winterschlaf

Der Marder ist auch im Winter aktiv und weiterhin auf der Suche nach geeigneter Beute. Neben den Kleintieren verspeist Er auch Früchte oder Nüsse, um seinen Hunger zu stillen. Während der kalten Jahreszeit ist das Risiko höher, dass sich der Marder auf dem Dachboden oder dem Motorraum einfindet, da dort eine gewisse Wärme vorhanden ist.

Seinen gewohnten Tagesablauf hält der Marder aber auch im Winter ein. Der frühe Einbruch der Dunkelheit kommt dem Tier gelegen. Es verlässt früher den Unterschlupf und so tritt häufiger ein Kontakt mit dem Menschen ein. Da der Marder aber als scheues Tier gilt, ergreift Er lieber die Flucht und vermeidet jegliche Konfrontation.

Besondere Aktivitäten des Marders sind in den Sommermonaten von Anfang Juli bis September zu beobachten. Dann besteht die Paarungszeit und das Tier ist auf der Suche nach einem geeigneten Partner. Hierzu verlässt es das eigene Revier und legt größere Strecken zurück[1]https://www.gartenjournal.net/kommt-ein-marder-immer-wieder. Daher treten im Sommer besonders häufig die Marderschäden auf. Schütze im Sommer Dein Fahrzeug mit einem Mardergitter sowie einem Marderschreck, um Schäden zu verhindern. Andernfalls sorgt der Marder für durchgebissene Kabel im Motorraum und stellt ein Sicherheitsrisiko dar.

Aufenthaltsorte des Marders

Der Marder wählt ein ruhiges Versteck, in welchem Er sich sicher vor Rivalen sowie dem Menschen fühlt. Zudem sollte es etwas wärmer sein, um auch im Winter komfortabel dort zu leben.

Sowohl der Dachboden als auch der Motorraum erfüllen diese Anforderungen. Bewegst Du das Fahrzeug häufiger, lädt die entstehende Wärme den Marder geradezu ein. Insbesondere im Winter ist das Auto ein häufiger Zufluchtsort für den Marder.

Ansonsten lebt Er ebenfalls unbehelligt auf dem Dachboden, der Garage oder Scheune. Da die Marder das gesamte Jahr aktiv sind, musst Du dauerhaft auf der Hut vor diesem ungebetenem Gast sein.

Der Tagesablauf des Marders

Stellst Du unbekannte Geräusche aus dem Dachboden fest oder treten Schäden im Motorraum auf, liegt der Verdacht nahe, dass sich der Marder bei Dir eingefunden hat. Doch am Tage bekommst Du das Tier nicht zu Gesicht und so bestehen Zweifel, ob der Marder tatsächlich bei Dir lebt.

Eine Erklärung für dieses scheinbar unsichtbare Tier ist in den Jagdzeiten zu begründen. Denn der Marder verlässt erst zur späten Stunde das eigene Versteck. Wenn es dunkel wird, traut Er sich hinaus und geht auf die Jagd. Spätestens zum Sonnenaufgang kehrt Er wieder zum Unterschlupf zurück.

So ist es wenig verwunderlich, dass Du den Marder nie auf frischer Tat ertappst. Denn Er ist nachtaktiv und während des Tages ruht Er sich von dem anstrengendem Beutezug aus.

Häufige Fragen

Der Marder ist das gesamte Jahr aktiv. Daher könnte Er sich jederzeit bei Dir einfinden, falls Er ein geeignetes Versteck bei Dir entdeckt. Besonders aktiv ist der Marder in den Monaten von Anfang Juli bis September. Dann ist Paarungszeit und der Marder legt auf der Suche nach einem Weibchen weite Strecken zurück. Zudem treten die Männchen aggressiver auf und es kommt zu häufigeren Schäden.

Während der Tageszeit hält sich der Marder in Seinem Versteck auf. Häufig befindet Er sich auf dem Dachboden oder in der Scheune, wo Er sich ungestört fühlt. Der Marder gilt als nachtaktives Tier, weshalb Du es am Tage kaum siehst.

Der Marder ist während der Nacht aktiv. Mit Einbruch der Dunkelheit beendet Er Seine Ruhe und beginnt zunächst mit der Arbeit an Seinem Versteck. Dies vernimmst Du als lauteres Kratzen, wenn der Marder die Bausubstanz angreift, um damit Seinen Unterschlupf auszustatten. Wenig später geht der Marder auf die Jagd nach kleineren Beutetieren. Spätestens beim Sonnenaufgang begibt Er sich wieder in Sein Versteck. Demzufolge geht Er am Morgen schlafen und erwacht in der Nacht zum Leben.

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