Auf einen Blick

  • Marder sind nachtaktive Allesfresser, die oft Dachböden, Motorhauben oder Wälder als Verstecke nutzen.
  • Du kannst Marder bekämpfen mit Fallen, Sprays oder durch das Stören ihrer Schlafplätze.
  • Unterschiedliche Marderarten haben spezifische Lebensräume, wie Steinmarder in menschlichen Gebäuden und Otter in Gewässernähe.
  • Die Präsenz eines Marders ist oft durch Geräusche in der Nacht, angebissene Kabel und Pfotenabdrücke erkennbar.

In der Nähe des Menschen ist der Marder als Raubtier gefürchtet. Er hat es auf kleinere Tiere abgesehen, die er als Beute sieht. Hühner, Kaninchen und Vögel stehen bevorzugt auf seinem Speiseplan.

Fragst Du Dich, ob der Marder auch in der Nähe Deines Grundstückes sich aufhalten könnte und wo er überwiegend lebt? Dann erfahre, wo die bevorzugten Lebensräume von Steinmarder, Baummarder & Co. sind.

kakerlaken
Marder Steckbrief
Gefährlichkeit
Verbreitung
Bekämpfungsaufwand
  • Klasse: Säugetiere
  • Größe: 40 - 70cm
  • Lebenserwartung: Bis zu 20 Jahre
  • Ernährung: Allesfresser, Kleintiere
  • Vermehrung: Bis zu 4 Junge pro Wurf
  • Aktivität: Nachtaktiv
  • Anzeichen: Geräusche in der Nacht, Angebissene Kabel, Pfotenabdrücke,
  • Verstecke: Dachboden, Motorhaube, Wald

Vorbeugung

  • Dachboden aktiv nutzen
  • Marderschreck am Auto
  • Tierställe sichern

Bekämpfung

  • Marderfallen
  • Marderspray
  • Marder beim Schlafen stören
  • Gerüche einsetzen

Steinmarder

Zu den häufigsten in Deutschland anzutreffenden Marderarten zählt der Steinmarder. Dieser wird aufgrund seiner Nähe zum Menschen auch als Hausmarder bezeichnet. Er besitzt kaum eine natürliche Scheu und macht es sich dort bequem, wo er einfach auf Beutezug gehen kann.

Seinen Namen hat er aufgrund seiner ursprünglichen Lebensweise. Denn er war vorwiegend in Steinhaufen und Felshöhlen anzutreffen.

Kulturfolger

Der Steinmarder ist die häufigste Art, die sich in der Nähe des Menschen aufhält. Sie gilt als Kulturfolger, da Sie bewusst dem Menschen folgt, um vermehrt an Futterquellen zu gelangen.

Mittlerweile gilt der Steinmarder als Kulturfolger. Dies bedeutet, dass er die Nähe des Menschen bewusst aufsucht, weil sich dort ergiebigere Futterquellen befinden. Daher hat er seine Lebensräume ausgeweitet und ist nun hier anzutreffen:

  • Scheunen
  • Dachböden
  • Mauern
  • Motorräume

Für den Steinmarder ist es wichtig, dass sein Versteck möglichst ruhig ist. Denn im Kern ist er ein Fluchttier, das bei jeder Bedrohung zunächst das Weite sucht.

In Scheunen und auf Dachböden trifft er nur selten auf Menschen. Daher findet er dort eine trockene und relativ warme Umgebung vor. Insbesondere im Winter findet er sich häufiger im Motorraum Deines Fahrzeugs ein, da dieser nach dem Betrieb noch eine Restwärme abgibt.

Der Lebensraum des Steinmarders ist damit äußerst flexibel. Er ist das gesamte Jahr über aktiv und findet sich überall dort ein, wo er sich geschützt fühlt. Der Dachboden ist ein idealer Rückzugsort, wo sein Schaden unübersehbar ist.

Baummarder

In Deutschland beheimatet ist zudem der Baummarder. Dieser ist jedoch deutlich seltener als der Steinmarder. Aufgrund seines einzigartigen Pelzes wurde der Baummarder lange Zeit gejagt. Er meidet daher die Nähe zum Menschen und gilt als äußerst scheu.

Bevorzugt lebt diese Marderart in Wäldern. Dort sucht er sich ein Versteck in Baumhöhlen, verlassenen Nestern oder Tothölzern. Sein Lebensraum nimmt jedoch immer mehr ab, sodass auch sein Bestand bedroht ist.

Für den Menschen ist der Baummarder weniger gefährlich. Er findet sich nicht im Auto oder dem Dachboden ein, sondern meidet menschliche Siedlungen.

Otter

Zur Familie der Marder gehört der Otter. Dieser wird aufgrund seiner Vorliebe zu Gewässern auch als Wassermarder bezeichnet.

Der Otter ist an die feuchte Umgebung bestens angepasst. So befinden sich zwischen seinen Zehen Schwimmhäute und er ist in der Lage längere Strecken zu schwimmen. Sein dickes Fell schützt Ihn vor einer Unterkühlung.

Schwimmer & Taucher

Otter halten sich an Gewässern auf. Sie ernähren sich von Fischen und dringen seltener in die Lebensräume von Menschen ein.

Diese Marderart ist weit verbreitet und auf das Leben in der Nähe von Gewässern abgestimmt. Das Männchen ist größer und besitzt einen territorialen Trieb. Es vertreibt daher Artgenossen, die versuchen in sein Revier einzudringen.

In der Nähe von Gewässern wirst Du hauptsächlich den Otter antreffen. Sie schwimmen und sind als exzellente Taucher bekannt. Da der Wassermarder sich hauptsächlich von Fischen ernährt, geht für Dein Hühnergehege kaum eine Gefahr einher.

Iltis

Besonders gut an verschiedene Umgebungen angepasst ist der Iltis. Dieser zählt zu einer der häufigsten in Europa anzutreffenden Art des Marders. Er hält sich sowohl in der Nähe von Gewässern, als auch in Wäldern auf. Dabei bevorzugt er lieber die Waldränder und dehnt sein Revier auch auf Felder und Wiesen aus.

Auch der Nähe zum Menschen ist er nicht abgeneigt und hält sich teilweise in Scheunen auf. Aufgrund seiner eingeschränkten Kletterfähigkeit ist dieser Marder seltener auf dem Dachboden anzutreffen.

Der Iltis ist etwas kleiner als der Hausmarder, seine Ernährungsweise aber ähnlich. Als Beutetiere betrachtet er hauptsächlich Vögel, Fische sowie kleinere Nagetiere.

Wiesel

Die Wiesel stellen innerhalb der Familie der Marder eine Unterart dar, die wiederum aus 5 Arten besteht. Dazu gehören:

  • Mauswiesel
  • Hermelin
  • Langschwanzwiesel
  • Altaiwiesel
  • Gelbbauchwiesel

Je nach Unterart sind diese Marder mal größer oder kleiner. Das Mauswiesel hat sich auf die Jagd von Feldmäusen spezialisiert und ist überwiegend in Wiesen und lichten Wäldern anzutreffen.

Ähnlich hält auch das Hermelin sich hauptsächlich in Wäldern, Wiesen, Hecken und in der Nähe von Gewässern auf. Hermeline sind etwas größer und in der Lage Kaninchen zu jagen. Im Haus ist der Hermelin zwar seltener anzutreffen, doch könnte auch er ein brauchbares Versteck auf dem Dachboden finden.

Die Lebensräume der Marder

Marder sind äußerst anpassungsfähige Tiere. Sie sind in Europa in weiten Teilen der Wälder anzutreffen. Während manche Arten sich lieber den Gewässern widmen und Fische jagen, spezialisieren sich andere Unterarten auf Mäuse oder kleinere Raubtiere.

In der Nähe des Menschen ist überwiegend der Steinmarder anzutreffen. Dieser gilt als Kulturfolger und scheut den Menschen kaum. Auf dem Dachboden, der Scheune oder dem Auto wartet der Hausmarder bis die Abendstunden hereinbrechen, um auf die Jagd zu gehen.

Seltener triffst Du auf Deinem Grundstück auch auf Baummarder oder Hermeline. Diese erweisen sich als scheuer, aber finden Sie bei Dir optimale Lebensbedingungen vor, können Sie sich auch in der Scheune oder unter dem Dach niederlassen.

Häufige Fragen

Der Marder ist in der Regel nachtaktiv. Während des Tages hält er sich im Versteck auf und ruht sich aus. Mit Anbruch der Dunkelheit wird er aktiver und geht auf die Jagd.

Zur Aufzucht der Jungen wertet der Marder sein Versteck mit einem Nest auf. Dazu verwendet er Äste, Blätter und andere Materialien, um ein warmes Nest zu bauen. Das Nest befindet sich in den üblichen Lebensräumen. Der Marder könnte es also auch auf dem Dachboden anlegen.

Der Marder gilt zwar als Raubtier, doch gleichzeitig besitzt er einen großen Fluchtinstinkt. Trifft er auf einen Menschen oder größere Tiere, vermeidet er den Konflikt und sucht das Weite. Für den Menschen ist der Marder daher weniger gefährlich. Nur wenn er keinen Fluchtweg sieht, geht er zum Angriff über.

Für kleinere Beutetiere ist der Marder überaus gefährlich, da er meist alle Tiere im Gehege oder Stall tötet. Vor allem Hühnerhalter müssen darauf achten, dass der Stall sicher ist.

Je nach Art halten sich Marder lieber in der Nähe von Gewässern, mitten im Wald oder am Waldesrand auf. Das Jagdverhalten unterscheidet sich leicht, sodass unterschiedliche Marderarten überall im Wald anzutreffen sind.

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