Bist Du von einer Hausstauballergie betroffen, musst Du vor Milben besonders auf der Hut sein. Ihre Anwesenheit sorgt aufgrund der Ausscheidungen für spürbare Beschwerden, die Deinen Schlaf stören und die Lebensqualität beeinträchtigen.

Da die Milben äußerst anpassungsfähig sind und sich im Haushalt weit verbreiten, wäre es praktisch, wenn Du Sie direkt zu Gesicht bekommen würdest. Doch ist es überhaupt möglich, die Milben zu sehen und welche Möglichkeiten bestehen, um einen Milbenbefall zu erkennen?

Nicht mit bloßem Auge erkennbar

Milben mögen zwar in großer Zahl bei Dir vorkommen und deutliche Symptome auslösen, doch erkennbar sind diese winzigen Tierchen nicht. Denn Sie besitzen lediglich eine Größe von 0,1 bis 0,5mm. Damit sind Sie für das menschliche Auge praktisch unsichtbar[1]https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/aufloesungsvermoegen/1071.

Entdeckst Du etwas, dass wie eine Milbe aussieht, handelt es sich um eine Verwechslung mit anderen kleinen Tieren. Dies könnten etwa Flöhe sein, die sich in Deinem Bett tummeln und ebenfalls eine geringe Körpergröße aufweisen, aber noch mit dem Auge sichtbar sind.

Es ist also nicht möglich, mit dem bloßem Auge zu erkennen, wo sich die Milben ausbreiten. Direkt sehen kannst Du Sie lediglich unter dem Mikroskop. Dort ist eine genauere Betrachtung des Körpers möglich. Allerdings ist auf diesem Wege nicht feststellbar, wie stark der Milbenbefall ist.

Anzeichen für den Milbenbefall

Mit einer Körpergröße von nur maximal 0,5mm sind Milben für das menschliche Auge nicht zu sehen. Sie sind zu winzig und so können Sie sich scheinbar unsichtbar in Deiner Umgebung aufhalten.

Da die Milben sich allerdings in praktisch jedem Schlafzimmer einfinden, solltest Du auf die folgenden Anzeichen achten, um die Stärke des Befalls einschätzen zu können. Mit geeigneten Maßnahmen bekämpfst Du die Hausstaubmilben, sodass diese keine Belastung mehr für Deine Gesundheit darstellen.

Laufende Nase

Kommst Du als Allergiker in Kontakt mit dem Kot der Milben, tritt eine heftige Reaktion des Immunsystems auf. Denn es interpretiert die Bestandteile des Kots als große Bedrohung und versucht sich intensiv davor zu schützen.

Eine Folge des Kontakts mit den Allergenen sind gereizte Schleimhäute. Durch die Produktion des Sekrets versucht der Körper die Eindringlinge wieder auszuschwemmen. Kommst Du im Bett mit den Milben in Kontakt, läuft die Nase und Du musst häufiger niesen. Auch Entzündungen der Nasennebenhöhlen sind wahrscheinlicher.

Verlässt Du die Schlafumgebung oder die Wohnung, klingen die Beschwerden größtenteils ab. Die Schwellung der Schleimhäute geht zurück und die Nase läuft nicht mehr dauerhaft. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass sich Milben im Bett oder dem Haushalt befinden.

Gerötete Augen

Des Weiteren tritt auch eine Reizung der Augen auf. Diese reagieren empfindlich auf die Milben. Es kommt zu einem Juckreiz, einem leichten Tränen sowie Schmerzen.

Am Morgen könnte es sein, dass die Augen gerötet erscheinen. Dies ist die Folge einer leichten Bindehautentzündung[2]https://www.bepanthen.de/auge/bindehautentzuendung, welche im Rahmen der Allergie auftritt. In leichten Fällen klingt diese im Laufe der Morgenstunden wieder ab, wenn Du Dich an die frische Luft begibst. Es könnte aber auch sein, dass die Augen den gesamten Tag über gereizt erscheinen und zum Abend hin eine größere Müdigkeit in Erscheinung tritt. Dann ist das scharfe Sehen nur mit größerer Anstrengung möglich.

Beschwerden beim Atmen

Charakteristisch für die Allergie sind auch Probleme beim Atmen. Es schwellen nicht nur die Schleimhäute der Nase an, sondern auch der Atemwege. Die größere Sekretproduktion führt ein Husten herbei und es entsteht ein Gefühl, als könntest Du nicht mehr frei atmen.

Gefährlich ist hierbei die Möglichkeit eines Etagenwechsels. Dann entwickelt sich aus den vorübergehenden Atembeschwerden ein chronisches Asthma. Dieses ist insbesondere unter Anstrengung deutlich spürbar und mindert die sportliche Leistungsfähigkeit.

Symptome verschlimmern sich im Bett

Anders als bei einer gewöhnlichen Erkältung, klingen die Symptome bei einer Hausstauballergie nicht ab. Sie treten das gesamte Jahr über auf und grenzen sich dadurch von einer Infektionskrankheit ab.

Am stärksten bekommst Du den Milbenbefall am Morgen zu spüren. Dann hast Du die Nacht in großer Nähe zu den Milben verbracht, weshalb die Beschwerden am intensivsten ausfallen. Im Laufe des Tages gehen die Symptome für gewöhnlich zurück, wenn Du Dich vermehrt im Freien oder in einer Umgebung aufhältst, die weniger von den Milben befallen ist.

Stellst Du eine Verbesserung fest, falls Du die Nacht in einer anderen Schlafumgebung verbringst, ist dies ebenfalls ein deutlicher Hinweis für die Milben. Dann solltest Du daran arbeiten, dass die Tierchen sich in Deinem Bett weniger wohlfühlen und Maßnahmen zur Reduktion der Milbenanzahl durchführen.

Scheinbar unsichtbare Milben

Hausstaubmilben halten sich in den meisten Haushalten auf und bevölkern sowohl Polstermöbel als auch das Bett sowie Teppich. Bist Du von einer Hausstaubmilbenallergie betroffen, besteht ein größeres Interesse daran herauszufinden, wo genau sich die Milben eingenistet haben.

Doch mit dem Auge kannst Du nicht herausfinden, wo sich die Milben aufhalten. Denn mit einer maximalen Körpergröße von 0,5mm sind Sie für das menschliche Auge zu klein. Lediglich unter dem Mikroskop kannst Du die kleinen Tiere genauer betrachten.

Ob sich Milben in Deiner Umgebung befinden, lässt sich dennoch indirekt relativ leicht feststellen. Dabei nimmst Du auf Deine Gesundheit und das Wohlbefinden Rücksicht. Treten die typischen Symptome, wie eine laufende Nase, gerötete Augen oder Atembeschwerden auf, ist dies ein klarer Hinweis für die Anwesenheit der Milben.

Nutze einen Milbentester, um die Ausmaße des Milbenbefalls zu bestätigen. Dann bist Du nicht darauf angewiesen, die Milben direkt zu sehen, sondern kannst Sie auf andere Weise erkennen.

Häufige Fragen

Hausstaubmilben sind weit verbreitet und daher ist anzunehmen, dass diese sich auch in Deiner Umgebung eingefunden haben. Als Allergiker nimmst Du dies durch die charakteristischen Symptome wahr. Dazu gehören eine laufende Nase, gereizte Augen und eine schwerere Atmung. So lässt sich indirekt nachweisen, ob ein ausgeprägter Milbenbefall vorliegt.

Auf oder besser gesagt direkt unter der Haut findet sich die Demodex-Milbe ein. Diese lösen eine Krätze in Verbindung mit einem starken Juckreiz aus. Doch direkt auf der Haut kannst Du die Milben nicht sehen. Dafür sind Sie zu klein. Vielmehr lässt sich an der Hautreaktion erkennen, ob ein Milbenbefall aufgetreten ist.

Die meisten Milbenarten besitzen eine Körpergröße von lediglich 0,5mm. Damit sind Sie zu klein, um Sie mit dem bloßem Auge zu erkennen. Daher leben Sie scheinbar unsichtbar in Deiner Umgebung. Wie ausgeprägt der Milbenbefall ist, lässt sich nur indirekt abschätzen.

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