Auf einen Blick

  • Du kannst Ungeziefer im Bett durch Anzeichen wie Fraßschäden, Kot oder tote Exemplare erkennen.
  • Häufigste Bett-Schädlinge sind Milben, Bettwanzen, Flöhe und Silberfische.
  • Vorbeugung beinhaltet unzugängliche Lagerung von Lebensmitteln und Senkung der Luftfeuchtigkeit.
  • Bei Befall helfen Maßnahmen wie Heißwäsche der Bettwäsche, Verringerung der Luftfeuchtigkeit oder der Einsatz eines Kammerjägers.

Dein Bett stellt für Dich einen entspannten Rückzugsort dar. Dort sagst Du Dich der Belastung des Tages los und möchtest nur noch die Ruhe des Feierabends genießen.

Doch mit der Entspannung könnte es vorbei sein, wenn Du nicht allein im Bett bist. Du teilst Dir den Schlafplatz mit kleinen Mitbewohnern, die dort nicht willkommen sind. Dies fühlt sich nicht nur unangenehm an, sondern könnte auch eine Gefahr für Deine Gesundheit darstellen.

Wie erkennst Du das Ungeziefer im Bett und welche Methoden gibt es, um die Schädlinge loszuwerden? Mit den folgenden Tipps hältst Du das Ungeziefer fern und genießt wieder ohne Störung die Nachtruhe.

kakerlaken
Ungeziefer Steckbrief
Gefährlichkeit
Verbreitung
Bekämpfungsaufwand
  • Klasse: Insekten
  • Größe: Wenige cm
  • Lebenserwartung: Wenige Wochen bis ca. einem Jahr
  • Ernährung: Allesfresser
  • Vermehrung: Eiablage
  • Aktivität: Meist nachtaktiv
  • Anzeichen: Fraßschäden, Kot, Eier, tote Exemplare
  • Verstecke: Dunkle Ritzen oder Spalte, hinter Möbelstücken, in Schränken

Vorbeugung

  • Lebensmittel unzugänglich aufbewahren
  • Luftfeuchtigkeit senken
  • Intensive Hygienemaßnahmen

Bekämpfung

  • Ungeziefer Spray
  • Fallen
  • Kammerjäger

Welches Ungeziefer findet sich im Bett ein?

Ungeziefer ist als Begriff relativ breit gefasst. Es steht nicht für eine bestimmte Art von Schädling, welches Dein Bett befällt. Nachstehend erhältst Du eine Übersicht über die häufigsten Schädlinge, die sich in Deinem Bett wohlfühlen. Ferner können natürlich auch andere Arten vereinzelt in Deinem Schlafzimmer anzutreffen sein.

Milben

In jedem Bett anzutreffen sind die Milben. Diese kleinen Tierchen sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Sie ernähren sich von Hautschuppen[1]https://www.pluspunkt-apotheke-schwedt.de/leben/milbe-allergie/ und dem abgegebenem Schweiß in der Nacht. Das feuchtwarme Klima im Bett ist für Sie äußerst angenehm und so vermehren Sie sich ungehindert.

Für die meisten Menschen mag die Vorstellung, dass sich Milben zahlreich im Bett vermehren, unangenehm sein. Doch eine Beeinträchtigung erfahren Sie dadurch nicht.

Gefahr für Allergiker

Milben halten sich in praktisch jedem Bett auf und das Bekämpfen ist kaum möglich. Allergiker sollten sich daher lieber auf dichte Bezüge verlassen, um den Kontakt mit den Allergenen zu verhindern.

Anders sieht dies bei Hausstauballergikern aus. Sie reagieren empfindlich auf bestimmte Proteine im Kot der Milben. Daraus resultieren Symptome, die an eine Erkältung erinnern. Die Nase läuft, die Augen sind gerötet und die Atemwege blockiert. Unbehandelt könnte der ständige Kontakt mit den Allergenen zu einem Etagenwechsel führen. Ein chronisches Asthma ist dann die Folge, welche die Lebensqualität deutlich einschränkt.

Allergiker sollten daher versuchen, die Milbenanzahl so weit wie möglich einzudämmen. Der Kontakt mit den Allergenen lässt sich effektiv durch die Anwendung von dichten Bettbezügen verhindern. Das komplette Verbannen der Milben scheint jedoch unrealistisch, da dieses Ungeziefer widerstandsfähig und anspruchslos ist. Neben dem Bett befinden sich die Milben auch in Polstermöbel, Teppichen oder Kuscheltieren.

Bettwanzen

Für eine deutlich höhere Beeinträchtigung sorgen Bettwanzen. Diese Tierchen mögen zwar auch klein und unscheinbar sein, doch Ihre Anwesenheit ist kaum zu ignorieren. Denn als blutsaugende Insekten suchen Sie den direkten Kontakt zum Menschen. Die Bettwanzen saugen das Blut, welches für Sie überlebenswichtig ist.

Die Bisse erinnern an Mückenstiche. Da sich meist eine größere Zahl der Bettwanzen bei Dir einfindet, sind die Bisse aber so zahlreich, dass dies mit einem starken Juckreiz einhergeht. An einen ungestörten Schlaf ist kaum mehr zu denken.

Die Bettwanzen werden nur bis zu 8 Millimeter groß und sind nachtaktiv. Während des Tages halten Sie sich im Versteck auf, sodass Du kaum eine Möglichkeit hast, Sie aktiv zu bekämpfen. Erst in der Nacht trauen Sie sich hervor und saugen den Menschen an.

Vorwiegend aus dem Urlaub oder Übernachtungsmöglichkeiten mit geringen Hygienestandards eingeschleppt, fällt die Bekämpfung schwer. Üblicherweise hilft nur der Kammerjäger, um den Befall der Bettwanzen nachhaltig in den Griff zu bekommen[2]https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Bettwanzen-erfolgreich-bekaempfen-und-vorbeugen,bettwanzen100.html.

Flöhe

Ähnlich wie bei den Bettwanzen sorgen auch die Flöhe für starke Beschwerden. Beim Menschen sind die Flöhe zum Glück so weit zurückgedrängt, dass ein Befall immer unwahrscheinlicher wird. Als Überträger gelten allerdings Hunde oder Katzen. Daher müssen Haustierbesitzer besonders vorsichtig sein.

Haustiere als Überträger

Flohbefälle treten in Deutschland immer seltener auf. Dennoch gelten Hunde und Katzen als Überträger der unangenehmen Schädlinge. Stellst Du die Bisse fest, dann prüfe Deine Haustiere auf einen Befall.

Flöhe beißen ähnlich wie die Bettwanzen zu. Obwohl die Flöhe relativ klein sind, erkennst Du am Morgen die zahlreichen roten Punkte. Diese jucken, brennen und können leicht anschwellen.

Gefährlich ist hierbei, dass die Flöhe als Überträger von Krankheitserregern gelten. So können Sie beim Menschen ein Fleckfieber oder Borreliose auslösen. Angesichts dessen ist eine rasche Bekämpfung notwendig. Vermutest Du Flöhe in Deinem Bett, solltest Du zunächst Deinem Haustier eine genauere Untersuchung unterziehen, da diese meist als Quelle für den Flohbefall gelten.

Silberfische

Ebenso unappetitlich, aber immerhin mit keinem Gesundheitsrisiko verbunden, sind Silberfische im Bett. Die kleinen Insekten weisen eine silberne Färbung des Panzers auf, welche leicht schimmert.

Sie ernähren sich vorwiegend von Hautschuppen oder Milben. Daher sind Sie streng genommen für Hausstauballergiker sogar nützlich. Dennoch möchtest Du die Silberfische wahrscheinlich nicht bewusst anziehen, sondern lieber auf Abstand halten.

Überwiegend sind die Silberfische im Badezimmer anzutreffen. Dort herrscht eine höhere Luftfeuchtigkeit und die Wärme führt zu einem Klima, welches für diese Schädlinge optimal ist. Auch im Bett könnte die feuchtwarme Umgebung die Silberfische anlocken.

Zur Bekämpfung reicht es in der Regel aus, wenn Du die Luftfeuchtigkeit senkst und dadurch die Lebensbedingungen unattraktiver gestaltest. Die Silberfische suchen dann freiwillig einen anderen Ort auf und verlassen das Bett.

Ursachen für den Schädlingsbefall im Bett

Die Ursachen für den Schädlingsbefall sind unterschiedlich. Die folgenden Risikofaktoren solltest Du im Auge behalten.

  • Feuchtwarmes Klima

Die meisten Schädlinge bevorzugen ein feuchtwarmes Klima. Dies ist für Sie angenehmer und dank optimaler Lebensbedingungen, fühlen Sie sich im Bett wohl. Sie nisten sich größtenteils unbemerkt in den Ritzen des Bettes ein und während der Nacht, kommen Sie aus Ihren Verstecken und suchen Deine Nähe auf.

Um einem Befall vorzubeugen, bietet es sich an, das Bett während des Tages nicht zu bedecken, sondern offenzulassen. Lüfte häufiger im Schlafzimmer sowie die Matratze. Dann fühlen sich die Schädlinge weniger wohl und ein Befall wird unwahrscheinlicher.

  • Gebrauchte Matratze oder Bettwäsche

Mit dem Kauf einer gebrauchten Matratze oder Bettwäsche möchtest Du eigentlich ein Schnäppchen finden. Auch mit einem Kuscheltier möchtest Du Deinem Kind eine Freude bereiten. Doch es könnte sein, dass diese Waren bereits mit Ungeziefer kontaminiert sind. Eier befinden sich möglicherweise im Inneren, die für Dich nicht erkennbar sind.

Beim Kauf von gebrauchten Kleidungsstücken, Bettzeug oder anderen Textilien bietet sich immer eine heiße Wäsche an. Mindestens 60°C sollten es sein, um die meisten Schädlinge zu neutralisieren. Ist die heiße Wäsche keine Option, könntest Du das Kuscheltier auch für kurze Zeit in das Gefrierfach legen. Damit tötest Du ebenfalls die Schädlinge ab.

  • Vom Urlaubsort eingeschleppt

Aufgrund der klimatischen und hygienischen Bedingungen sind die meisten Plagegeister in Deutschland seltener anzutreffen. Die Schädlinge fühlen sich eher in wärmeren Regionen wohl. So ist es keine Seltenheit, dass Du selbst in einem höherwertigen Hotelzimmer auf Kakerlaken oder anderes Ungeziefer triffst.

Diese können sich unbemerkt in Deinem Reisegepäck aufhalten und dort Ihre Eier ablegen oder direkt auf die Heimreise begeben. Um dies zu vermeiden, solltest Du Dein Reisegepäck lieber im Freien und weit weg von Deinem Schlafzimmer öffnen. Hierfür bieten sich der Balkon oder die Terrasse an. Zudem schützt auch eine heiße Wäsche der Kleidungsstücke davor, dass sich dort noch Eier befinden könnten.

Bekämpfung des Ungeziefers

Du hast bereits einige Hinweise dazu erhalten, welche Ungezieferarten sich in Deinem Bett aufhalten könnten und wie Du diesen vorbeugst. Doch wie gehst Du vor, wenn Dein Körper bereits mit Bissen übersät ist und Du das Ungeziefer im Bett bekämpfen möchtest?

Zwar musst Du zuvor genauer feststellen, um welches Ungeziefer es sich handelt, doch nachstehend erhältst Du effektive Tipps, die gegen sämtliche Schädlinge wirken. Dann wirst Du die ungewollten Bettbewohner wieder los und musst Deinen Schlafplatz nicht mit Ihnen teilen.

Heiße Wäsche

Die meisten Ungezieferarten gelten als widerstandsfähig und sind in der Lage, größere Temperaturschwankungen zu überstehen. Daher ist reicht eine einfache Wäsche bei 30°C selten aus, um sämtliche Eier oder Schädlinge zu bekämpfen. Erst ab einer Temperatur von 60°C zeigt sich ein größerer Effekt. Bei Milben solltest Du sogar Bettwäsche verwenden, die bei bis zu 90°C behandelt[3]https://www.lamodula.de/lexikon/besser-schlafen/allergiker-bettwaesche werden darf.

Hohe Temperaturen gegen das Ungeziefer

Zur Bekämpfung des Ungeziefers ist eine heiße Wäsche ratsam. Insbesondere bei gebrauchter Kleidung oder Möbeln ist diese Behandlung anzuraten, um die Schädlinge nicht einzuschleppen.

Führe eine regelmäßige Wäsche durch und stelle dadurch sicher, dass sich keinerlei Rückstände in den Bezügen befinden. Zum Schutz der Matratze bietet sich ein Schutzbezug an, welchen Du separat wäschst.

Encasings verwenden

Bei Hausstaubmilben wird es Dir kaum gelingen, diese komplett aus dem Bett zu vertreiben. Selbst mit dem Einsatz von Milbenspray oder speziellen Saugern, lassen diese sich selten komplett verdrängen.

Daher bleibt als Lösung nur die Verwendung von dichten Schutzbezügen. Diese werden als Encasings bezeichnet und weisen ein so feines Gewebe auf, dass weder die Milben, noch deren Kot hindurch gelangen. Indem Du sowohl die Matratze als auch das Kopfkissen sowie die Decke damit beziehst, verhinderst Du den direkten Kontakt mit den Allergenen. Die Milben befinden sich zwar noch im Inneren, doch Deine Symptome gehen deutlich zurück.

Da die Wirksamkeit der Encasings nachgewiesen ist, übernehmen Krankenkassen bei einfachen Ausführungen komplett die Kosten. Somit sollte dies als Allergiker die erste Wahl sein, um wieder ohne Beschwerden die Nacht zu verbringen.

Luftfeuchtigkeit senken

Die meisten Schädlinge bevorzugen ein feuchtwarmes Klima. Häufig stammen Sie ursprünglich aus wärmeren Regionen und wurden von dort nach Deutschland eingeschleppt. Indem Du die Luftfeuchtigkeit senkst, fühlt sich das Ungeziefer im Bett weniger wohl und sucht das Weite.

Hierzu bietet es sich an, die Matratze morgens nicht mit der Decke zu bedecken. Lüfte die Decke lieber auf dem Balkon oder der Terrasse aus. So entweicht die Feuchtigkeit aus der Matratze besser und der Luftaustausch gelingt effektiver.

Zudem solltest Du auch im Schlafzimmer darauf achten, dass es dort nicht zu warm wird und die Luftfeuchtigkeit möglichst niedrig ist. Ein mehrmaliges Stoßlüften am Tag unterstützt Dich dabei. Ist die Luftfeuchtigkeit relativ hoch, dann stelle Pflanzen lieber in einem anderen Raum auf und trockne Deine Wäsche woanders. Durch diese Maßnahmen erhältst Du ein angenehmeres Raumklima und trägst zur Schädlingsbekämpfung bei.

Kammerjäger beauftragen

Bei Bettwanzen und Flöhen könnte es trotz gründlicher Bekämpfungsmaßnahmen schwerfallen, eigenständig die Schädlinge zu vertreiben. Bevor Sie sich weiter ausbreiten, bietet es sich an, frühzeitig den Kammerjäger zu rufen.

Der Profi verfügt über mehr Erfahrung und kann mit einfachen Maßnahmen bereits den Befall deutlich eindämmen. Es mag im ersten Moment zwar mit höheren Kosten einhergehen, doch Deine Gesundheit profitiert davon maßgeblich.

Das Ungeziefer im Bett bekämpfen

Im Haushalt möchtest Du an keiner Stelle das Ungeziefer vorfinden. Doch im Bett erweisen sich die Schädlinge als besonders unangenehm, da dort ein enger Kontakt besteht und Du eigentlich in Ruhe schlafen möchtest.

Wachst Du morgens mit roten Bissspuren auf, besteht ein Juckreiz oder sind die Schleimhäute gereizt, dann überprüfe, ob sich Ungeziefer im Bett befindet. Da die meisten Arten nachtaktiv sind, musst Du auf die Rückstände achten. Findest Du Eier, ältere Hautpanzer oder Verunreinigungen vor, deutet dies auf das Ungeziefer im Bett hin.

Wasche gründlich alles durch, senke die Luftfeuchtigkeit und beauftrage im Notfall den Kammerjäger. Dann bekommst Du das Problem gut in den Griff und verhinderst einen zukünftigen Befall.

Häufige Fragen

Im Bett fühlen sich die unterschiedlichsten Arten von Ungeziefer wohl. Diese sind meist so klein und nachtaktiv, dass Du Sie kaum zu Gesicht bekommst. Zu den häufigsten Varianten gehören Bettwanzen, Milben, Flöhe sowie Silberfische. Es könnten aber auch andere Käfer, Schaben oder Schädlinge sich im Bett einnisten. Das feuchtwarme Klima und die zahlreichen Verstecke bieten einen komfortablen Lebensort.

Gegen Ungeziefer im Bett solltest Du zunächst die Umgebung so gestalten, dass sich die Schädlinge dort nicht mehr wohlfühlen. Lüfte die Matratze, wasche die Bettwäsche und beauftrage im Zweifelsfall den Kammerjäger. Mit chemischen Mitteln solltest Du vorsichtig sein, da Du im Bett viel Zeit verbringst und die Wirkstoffe Deine Gesundheit beeinträchtigen könnten.

Wachst Du morgens mit Bissspuren auf, sind dafür vorwiegend Bettwanzen oder Flöhe verantwortlich. Deren Bisse ähneln denen von Mücken, kommen aber in größerer Zahl vor.

Der Biss einer Bettwanze geht meist mit einer rundlichen Rötung einher. Der Bereich schwillt an und je nach Empfindlichkeit der Haut könnten Quaddeln entstehen. Begleitet wird dies von einem starken Juckreiz. Häufig ist der gesamte Körper von diesen Spuren übersät.

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