Auf einen Blick

  • Katzen können von Zecken befallen werden, besonders wenn sie viel draußen sind.
  • Zeckenbisse können Krankheiten wie Borreliose bei Katzen übertragen.
  • Man sollte regelmäßig das Fell der Katze auf Zecken untersuchen und diese entfernen.
  • Zur Vorbeugung kann man Spot-on-Präparate oder Zeckenhalsbänder verwenden.

Lebt Deine Katze als Freigänger, hält Sie sich gerne in der Natur auf und durchstreift weitläufige Gebiete. Dies entspricht der ursprünglichen Lebensweise und auf Entdeckungstour kommen die Katzen in Kontakt mit Artgenossen sowie allerhand Parasiten[1]https://www.anicura.de/fuer-tierbesitzer/katze/wissensbank/parasiten-katze/ .

In höher gewachsenen Gräsern lauern die Zecken auf das nächste Wirtstier und könnten bei Deiner Katze fündig werden. Besteht ein Körperkontakt, klammert sich die Zecke am längeren Fell fest und geht auf die Suche nach einer passenden Stelle, um sich dort mit Blut vollzusaugen.

Beim Menschen ist bekannt, dass der Zeckenbiss als großes Risiko für die Übertragung von Krankheitserregern gilt. Besteht diese Gefahr auch bei Katzen und wie entfernst Du die Blutsauger am besten? Schütze Deine Katze vor den Zecken, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Nachstehend erhältst Du umfangreiche Informationen über Zecken bei Katzen.

kakerlaken
Zecken Steckbrief
Gefährlichkeit
Verbreitung
Bekämpfungsaufwand
  • Klasse: Spinnentiere
  • Größe: Bis 10mm
  • Lebenserwartung: 1 - 5 Jahre
  • Ernährung: Blutfresser
  • Vermehrung: Eiablage
  • Aktivität: Tagaktiv
  • Anzeichen: Kopfschmerzen, gerötete Haut, Erkältungssymptome
  • Verstecke: Hohes Gras, Sträucher

Vorbeugung

  • Lange Kleidung tragen
  • Zeckenhalsband
  • Haut & Fell absuchen

Bekämpfung

  • Zeckenkarte
  • Zeckenschlinge
  • Kokosöl

Zecken bei Katzen erkennen

Eine Übertragung findet im Allgemeinen bei Freigängern statt. Lebt Deine Katze als reines Haustier, ist ein Zeckenbefall unwahrscheinlich. Die Parasiten halten sich ausschließlich in der Natur auf und warten in der Vegetation auf den nächsten Wirt.

Genießt Deine Katze jedoch den Aufenthalt in der Natur und begibt sich gerne auf längere Spaziergänge, besteht das Risiko eines Zeckenbefalls. Dies ist das gesamte Jahr über gegeben. Denn Zecken sind auch im Winter aktiv, wenn die Temperaturen mild sind und die Tiere nicht in die Winterstarre verfallen. Daher sind gewisse Vorsichtsmaßnahmen durchgängig erforderlich, um den Zeckenbefall frühzeitig zu erkennen.

Gefahr für Freigänger

Zecken stellen für Katzen, die sich gerne in der Natur aufhalten, eine Gefahr dar. Dort halten sich die Parasiten im höheren Gras auf und warten, bis Sie das Fell zu greifen bekommen. Da die Zecken als Krankheitsüberträger gelten, ist auch bei Katzen ein rasches Erkennen der Blutsauger wichtig. Durchkämme regelmäßig das Fell, um die Zecken zu entdecken.

Grundsätzlich gilt, dass Du regelmäßig das Fell Deiner Katze untersuchen solltest. Nach dem Aufenthalt im Freien ist es ratsam, kurz den Körper nach den Zecken abzusuchen. Diese halten sich bevorzugt am Kopf, dem Schulterbereich sowie in der Brustregion auf. Allerdings können die Zecken überall zubeißen, sodass Du den gesamten Körper untersuchen musst.

Gehe tief durch das Fell und prüfe, ob sich Auffälligkeiten auf der Haut ertasten lassen. Die Zecken fühlen sich wie leichte Knubbel an. Hast Du eine Zecke entdeckt, ist eine Entfernung erforderlich. Andernfalls besteht auch ein Infektionsrisiko für die Katze.

Gefahren des Zeckenbisses

Der Zeckenbiss kann für den Menschen schwere Folgen besitzen. Durch die Übertragung von Erregern können Krankheiten auftreten, die die Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigen. Daher ist ein Zeckenbiss beim Menschen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Bei Katzen ist das Infektionsrisiko geringer. Sie sind weniger anfällig für die Übertragung der Krankheitserreger. Ihr Immunsystem[2]https://www.vtg-tiergesundheit.de/ratgeber/immunsystem-der-katze ist besser in der Lage, die Eindringlinge abzuwehren.

Einem größeren Risiko sind Katzen mit einem geschwächten Immunsystem ausgesetzt. Hier kommt es eher zu einer Infektion und dem Ausbruch verschiedener Erkrankungen. Ähnlich wie beim Menschen zählt hierzu im Speziellen die Borreliose. Katzen scheinen vom FSME-Virus nicht betroffen zu sein. Im Allgemeinen sind die Beschwerden zwar weniger intensiv, doch zeigen sich deutliche Auffälligkeiten. Zu den Symptomen gehören:

  • Appetitlosigkeit
  • Fieberschübe
  • Gelenkschmerzen
  • Auffällige Hautveränderungen

Bemerkst Du infolge des Zeckenbisses diese Verhaltensänderungen, ist dringend der Tierarzt aufzusuchen. Durch die Gabe von Antibiotika lassen sich die Erreger wirksam bekämpfen, sodass sich Deine Katze rasch erholt. Würdest Du die Infektion ignorieren, besteht die Gefahr von Spätfolgen, da die Errege das Nervensystem befallen. Sei daher vorsichtig, wenn sich eine Zecke bei Deiner Katze festgesaugt hat und gehe lieber früher als später zum Tierarzt, um eine entsprechende Behandlung durchzuführen.

Entfernen der Zecke bei Katzen

Siehst Du, dass sich die Zecke in der Haut Deiner Katze festgebissen hat, ist eine Entfernung erforderlich. Zwar fällt der Blutsauger von allein ab, wenn Er sich vollgesaugt hat, doch besteht mit längerem Kontakt eher das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern. Daher solltest Du mit einfachen Mitteln selbst die Zecke entfernen und kein unnötiges Infektionsrisiko eingehen.

Wichtig beim Entfernen der Zecken ist, dass Du diese rückstandslos aus der Haut ziehst. Gehst Du zu forsch vor, könnte der Kopf steckenbleiben und darüber Erreger in die Blutbahn übergehen. Ebenso darfst Du keinesfalls auf den vollgesogenen Hinterleib drücken, da dadurch ebenso ein höheres Infektionsrisiko besteht.

Grundsätzlich gilt, dass eine ruhige und besonnene Vorgehensweise zum gewünschten Erfolg führt. Verfalle nicht in Panik, sondern bewahre Ruhe und entferne die Zecke vorsichtig. Hierzu bieten sich Hilfsmittel wie eine Zeckenkarte, eine Zeckenpinzette oder eine Zeckenschlinge an. Das Entfernen mit der bloßen Hand ist nicht empfehlenswert, da eher die Gefahr besteht, dass Du das kleine Tier unsachgemäß anfasst und quetscht.

Rückstandsloses Entfernen der Zecken

Bei der Entfernung der Zecken musst Du vorsichtig und ruhig agieren. Wichtig ist, dass Du den Körper nicht quetschst und den Kopf komplett aus der Haut ziehst. Verwende hierfür geeignete Hilfsmittel, die eine Unterstützung darstellen. Keinesfalls darfst Du Deine Finger verwenden, da hier die Gefahr einer unsachgemäßen Handhabung wesentlich höher ist.

Am sichersten gelingt die Entfernung mittels Zeckenschlinge. Drücke auf den Knopf des Stiftes und lege die Schlinge weitläufig um den Körper der Zecke. Führe die Zeckenschlinge so nah wie möglich an die Haut und übe einen leichten Druck aus. Dadurch stellst Du sicher, dass das Lasso so tief an den Mundwerkzeugen wie möglich ansetzt und nicht am Körper.

Danach löst Du den Knopf und die Schlinge zieht sich zu. Im Optimalfall greift sie die Zecke nun direkt an den Mundwerkzeugen. Drehe die Zeckenschlinge leicht und ziehe das Tier behutsam aus der Haut. Es sollten keinerlei Rückstände der Zecke in der Haut verbleiben und die Entfernung ist sicher erfolgt.

Ähnlich ist auch die Vorgehensweise mit einer Zeckenkarte oder einer Zeckenpinzette. Stelle sicher, dass Du jeweils unten an den Mundwerkzeugen ansetzt und nicht am Zeckenkörper. Dadurch entfernst Du die Zecke rückstandslos, ohne dass der Kopf noch auf der Haut verbleibt.

Sollten dennoch Reste des Zeckenkörpers in der Haut stecken geblieben sein, ist der Tierarzt aufzusuchen. Dieser säubert die Bissstelle und minimiert das Infektionsrisiko. Beobachte die Hautstelle und falls dort Rötungen auftreten, ist ebenfalls ein Besuch beim Tierarzt erforderlich. Ringförmige Veränderungen der Haut sind ein klarer Hinweis auf die Borreliose[3]https://www.agila.de/agila-magazin/tierlexikon/1733-borreliose-bei-katzen , welche eine Behandlung benötigt.

Vorbeugende Maßnahmen

Am besten ist es natürlich, wenn sich die Zecken erst gar nicht auf Deiner Katze einfinden. Möchtest Du Ihr weiterhin die Freigänge ermöglichen, dann beachte die nachstehenden Tipps, um einem Zeckenbefall vorzubeugen. Mit den nachstehenden Mitteln verhinderst Du, dass die Zecken auf Deine Katze gehen oder tötest die Parasiten beim Kontakt mit dem Fell ab.

  • Spot-on-Präparate

Eine Variante, den Wirkstoff auszugeben, besteht in der Gabe von Spon-on-Präparaten. Hierbei verteilst Du wenige Tropfen des Mittels im Bereich der Schulterblätter. Von dort verbreitet es sich und die Schutzdauer beträgt zwischen 1 und 3 Monaten. So ist Deine Katze einige Zeit sicher vor den Zecken.

  • Zeckenhalsbänder

Einen längeren Schutz bietet auch das Tragen von Zeckenhalsbändern für Hunde oder Katzen. Diese geben kontinuierlich den Wirkstoff ab. Bis zu einem halben Jahr beträgt die Abwehrwirkung. Allerdings könnte Deine Katze sich mit dem Halsband etwas unwohl fühlen.

  • Tabletten

Besteht ein größeres Risiko eines Zeckenbefalls, ist auch die Einnahme von Tabletten möglich. Hierzu musst Du den Tierarzt aufsuchen, um geeignete Präparate zu erhalten.

  • Katzenfell untersuchen

Die genannten Mittel ersetzen eine umfangreiche Untersuchung des Katzenfells nicht. Du solltest so oft wie möglich das Fell auf mögliche Zecken überprüfen. Je früher Du Sie erkennst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich noch nicht vollgesogen haben und sich leicht vom Fell entfernen lassen.

Der Zeckenbefall bei Katzen

Katzenhalter möchten Ihren vierbeinigen Freunden etwas Gutes tun, indem Sie als Freigänger leben und sich frei bewegen können. Doch Freigängerkatzen sind durch den Aufenthalt im Gras der Gefahr ausgesetzt, dass sich Zecken auf Ihnen einfinden. Die Parasiten können mit dem direkten Kontakt der Blutbahn Erreger übertragen, welche unterschiedliche Krankheiten auslösen.

Befindet sich Deine Katze gerne auf Wiesen oder im Wald, dann untersuche regelmäßig das Fell. Sollten sich dort Zecken einfinden, dann nutze eine Zeckenzange oder eine Zeckenschlinge, um die Zecken bei Katzen zu entfernen.

Vorbeugend eignen sich auch Spot on Mittel oder Zeckenhalsbänder, um einen Befall zu verhindern. Beachte, dass die Zecken das gesamte Jahr über auftreten und triff entsprechende Maßnahmen, um die Gesundheit Deiner Katze zu schützen.

Häufige Fragen

Zecken gelten als Überträger von Krankheitserregern. Dies ist auch bei Katzen möglich, weshalb eine zügige Entfernung anzuraten ist. Zu den möglichen Krankheiten gehört die Borreliose, welche sich mit Fieberschüben, Gelenkschmerzen und einer Appetitlosigkeit äußert. Das FSME-Virus scheint für Katzen glücklicherweise keine Gefahr darzustellen.

Hat Deine Katze eine Zecke, solltest Du den Parasiten möglichst schnell entfernen. Andernfalls könnten Krankheitssymptome auftreten. Deine Katze fühlt sich schwächer, hat weniger Appetit und Fieber ist möglich. Da Zecken bei Katzen gefährlich sind, ist das richtige Entfernen wichtig.

Zur Entfernung der Zecken verwendest Du am besten eine Zeckenzange, Zeckenkarte oder eine Zeckenschlinge. Damit gelingt das rückstandslose Entfernen der gesamten Zecke. Vorbeugend sind Spot on Mittel sowie ein Zeckenhalsband wirksam, um die Parasiten von Deiner Katze fernzuhalten.

Die Zecke fällt vom Körper der Katze ab, nachdem Sie sich vollgesogen hat. Bei männlichen Zecken geschieht dies meist nach einem Tag. Demgegenüber können sich die Weibchen bis zu zwei Wochen am Blut bedienen. Das Entfernen der Zecken ist ratsam, um einen intensiven Kontakt mit den Krankheitserregern zu vermeiden.

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