Auf einen Blick

  • Mücken können mehrmals stechen und tun dies, um genügend Blut für ihre Eierentwicklung zu sammeln.
  • Nur weibliche Mücken stechen, Männchen sind dazu nicht fähig.
  • Körpergeruch, ausgeatmete Luft und die Blutgruppe können Mücken anziehen.
  • Vorbeugung und Bekämpfung von Mücken umfasst den Einsatz von Pflanzen mit ätherischen Ölen, Insektensprays, und die Beseitigung von Eiablageplätzen.

Morgens wachst Du übersät mit zahlreichen Mückenstichen auf. Dabei hast Du keinerlei dieser Plagegeister bei Dir wahrgenommen. Schnell kommt der Verdacht auf, dass eine einzelne Mücke gleich mehrmals zugestochen hat. Liegen die verschiedenen Mückenstiche doch nah beieinander.

Können Mücken mehrmals stechen und weshalb entstehen die zahlreichen Stiche? Nachstehend erfährst Du, weshalb Mücken das Blut aufnehmen und wie Sie dabei vorgehen.

kakerlaken
Mücken Steckbrief
Gefährlichkeit
Verbreitung
Bekämpfungsaufwand
  • Klasse: Insekten
  • Größe: ca. 15mm
  • Lebenserwartung: Wenige Monate
  • Ernährung: Blutfresser, Blütennektar
  • Vermehrung: Eiablage
  • Aktivität: Nachtaktiv
  • Anzeichen: Surren, Stiche auf der Haut
  • Verstecke: Spalte, Ritzen, hinter Möbel

Vorbeugung

  • Pflanzen mit ätherischen Ölen
  • Ventilator laufen lassen
  • Körpergeruch reduzieren
  • Mückengitter anbringen
  • Stehendes Gewässer vermeiden

Bekämpfung

  • Insektenspray
  • Mückenarmband
  • Eiablageplätze beseitigen

Anzahl der Mückenstiche

Eine Mücke ist dazu fähig mehrmals Dich zu stechen. Anders als bei Bienen, ist der Stich für das Tier vollkommen ungefährlich. Mit Ihrem Rüssel bohrt Sie sich unter Deine Haut und sondert dabei sowohl ein Betäubungs- als auch Blutgerinnungsmittel ab. Dadurch spürst Du den Stich nicht, sondern erst die Nachwirkungen. Denn diese sind auf den Cocktail zurückzuführen, den die Mücke mit dem Stich einbringt. Die Abwehrreaktion des Körpers führt zu einem Entzündungsprozess[1]https://www.ikk-classic.de/gesund-machen/leben/was-tun-bei-mueckenstich-entzuendung, welcher mit einem Anschwellen und Juckreiz der Stelle einhergeht.

Die Mücke möchte mit jedem Stich so viel Blut wie möglich aufnehmen. Erst, wenn Sie komplett "gesättigt" ist, lässt Sie von Dir ab.

Ausreichende Blutaufnahme

Das Weibchen verfolgt das Ziel, sich mit dem Stich vollzusaugen. Wurde Sie bei der Aufnahme gestört, muss Sie erneut zustechen, um komplett mit Blut versorgt zu sein. Mücken sind daher in der Lage mehrmals Dich zu stechen.

Dabei kann es passieren, dass die Mücke mit einem Stich nicht genügend Blut aufsaugt. Sie hat sich vielleicht eine ungünstige Stelle ausgesucht oder wurde beim Blutsaugen gestört. Dann ist es notwendig, dass Sie erneut sticht und die restliche Menge trinkt.

Es stimmt demnach, dass eine einzelne Mücke häufiger stechen kann. So kann es vorkommen, dass Du gleich von mehreren Stichen geplagt bist, wenn das Tier bei der Aufnahme gestört wurde oder es eine Stelle gewählt hat, wo schlichtweg nicht ausreichend Blut vorhanden war.

Lediglich die Weibchen stechen

Stechmücken besitzen allesamt einen zweifelhaften Ruf. Sie sind in Deiner Umgebung wahrscheinlich nicht willkommen. Zwar stellen Sie in Deutschland kaum eine Gesundheitsgefahr dar, doch die Stiche sind ziemlich unangenehm.

An Dein Blut möchten allerdings nur die weiblichen Mücken. Denn diese benötigen Dein Blut, um mit einem darin enthaltenen Protein die Entwicklung der Eier voranzutreiben. Das Blutsaugen dient demnach nicht zur Nahrungsaufnahme, sondern der Fortpflanzung. Ohne das kostbare Blut könnte die nächste Generation nicht mehr heranreifen und die Population allmählich weniger werden.

Die Männchen sind nicht in der Lage, zu stechen. Denn Sie besitzen nicht einmal einen Rüssel. Nur die Weibchen können zustechen, um auf diese Weise Dein Blut aufzunehmen.

Weshalb wirst Du häufiger gestochen?

Verschiedene Faktoren tragen dazu bei, dass Du für die Stechmücken deutlich attraktiver bist. Es handelt sich demnach nicht um einen Zufall, dass Du wesentlich häufiger von den Stichen betroffen bist als Deine Freunde, die ebenfalls im gleichen Zelt schlafen.

Anziehend wirken auf die Mücken in erster Linie Dein Körpergeruch und die verbrauchte Atemluft. Schwitzt Du häufiger und ist der Geruch deutlich wahrnehmbar, fliegen die Stechmücken eher zu Dir.

Besondere Attraktivität

Mücken spüren den Menschen primär anhand des Körpergeruchs und der verbrauchten Atemluft auf. Ein intensiver Geruch könnte daher zu vermehrten Mückenstichen führen. Auch die Blutgruppe 0 gilt als besonders anziehend.

Ebenso ist nachgewiesen, dass Personen mit der Blutgruppe 0 besonders attraktiv sind. Denn dieses Blut ist dünnflüssiger[2]https://www.blutspende-leben.de/aktuelles/blutgruppe-0 und damit leichter aufzunehmen. Es gilt die Theorie, dass Mücken die Blutgruppe über den Körpergeruch unterscheiden können und sich gezielt auf Menschen mit der Gruppe 0 stürzen.

Außerdem ist auch Dein Abwehrverhalten mitverantwortlich für die Anzahl der Stiche. Denn werden die Mückenweibchen bei der Blutaufnahme gestört, müssen Sie erneut den Rüssel ansetzen. Dies führt zu mehreren Stichen, die sich auf Deiner Haut abzeichnen. Störe die Mücke nicht, sondern warte, bis Sie das Blut aufgenommen hat. So vermeidest Du, dass die Tiere Dich häufiger stechen müssen.

Häufigkeit der Mückenstiche

Du hast das Gefühl, dass Mückenstiche nicht nur einzeln, sondern gleich in mehreren Paaren auftreten. Diese Beobachtung lässt sich in der Praxis bestätigen. Denn Mücken sind dazu fähig mehr als einmal Dich zu stechen. Haben Sie beim ersten Stich nicht genügend Blut aufgenommen, müssen Sie noch einmal mit dem Rüssel unter Deine Haut.

Dabei treten die meisten Mückenstiche im Bereich der Fußknöchel auf. Denn in der Regel befinden sich die Mücken nur rund 30cm über dem Erdboden. Sie fliegen relativ niedrig, da Sie es eher auf andere Tiere abgesehen haben.

Wirst Du im Frühling oder im Sommer häufiger gestochen, dann schütze Dich mit einem dichten Fliegengitter bzw. einem Mückenstecker. So wird keine Mücke in das Zimmer gelangen und Du bleibst von den zahlreichen Stichen verschont.

Häufige Fragen

Die Menge, die die Weibchen aufnehmen, ist überaus gering. Pro Stich sind es nur 0,001 bis 0,01ml Blut. Dies ist aber für die Entwicklung der Mückenlarven bereits ausreichend. Nach dem Stich ist der Körper deutlich rot aufgebläht.

Mücken sind nachtaktive Tiere. Bei Einbruch der Dunkelheit kommen Sie aus Ihrem Versteck, um sich auf Deiner Haut niederzulassen. Dabei orientieren Sie sich vorwiegend am Geruch und nicht am Licht. Als nachtaktive Tiere verfügen Sie über einen kaum ausgeprägten Sehsinn und fühlen sich vom Licht eher gestört als angezogen. Es ist daher keine geeignete Vorbeugemaßnahme, einfach in einer dunklen Wohnung die Zeit zu verbringen.

Die Mückenweibchen möchten den kompletten Bedarf beim Stich stillen. Nimmt Sie jedoch zu wenig Blut auf, etwa weil Sie sich gestört gefühlt hat und den Rüssel lieber vorzeitig rauszieht, muss Sie erneut zustechen. Dies führt dazu, dass Du teilweise mehrere Mückenstiche in der gleichen Region vorfindest.

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