Ob im Urlaub oder in der eigenen Wohnung. Kakerlaken möchtest Du sicherlich nicht in Deiner Nähe haben. Es besteht eine natürliche Angst gegenüber den kleinen Schaben, die nicht unbegründet scheint. Denn obwohl die Tierchen relativ klein und unscheinbar sind, stellen Sie eine größere Gefahr für den Menschen dar.

Wie gefährlich sind die Kakerlaken und was musst Du bei einem größeren Befall befürchten? Folgend erfährst Du, weshalb die Nähe zu den Kakerlaken Deine Gesundheit belastet und sich eine rasche Bekämpfung lohnt.

Krankheitsüberträger

Kakerlaken gelten als besonders widerstandsfähige Tiere. Sie können mehrere Tage ohne Kopf überleben und ebenso machen Ihnen starke Temperaturschwankungen nichts aus. Daher haben Sie sich an verschiedene Lebensbedingungen angepasst.

Auch gegen die meisten Krankheitserreger sind Sie immun. Sie werden zwar von diesen heimgesucht, doch erkranken daran nicht selbst. Daher gelten Sie als ideale Wirte für verschiedene Bakterien, die sich als gefährlich für den Menschen zeigen.

Die Erreger heften sich an die Außenseite der Kakerlake, ohne diese zu infizieren. Dort warten die Bakterien oder Viren, bis Sie einen neuen Wirt finden. Der Mensch ist hierbei ein lohnenswertes Ziel.

Beim Kontakt mit den Kakerlaken ist die Übertragung von Erregern möglich, die folgende Krankheiten auslösen:

  • Hepatitis A
  • Milzbrand
  • Salmonellen
  • Tuberkulose
  • Lepra

Am häufigsten wirst Du Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts feststellen. Die Magenverstimmung ist zwar unangenehm, sollte sich bei einem gesunden Immunsystem aber wieder innerhalb weniger Tage von selbst legen. Eine medikamentöse Behandlung[1]https://www.apotheken-umschau.de/krankheiten-symptome/symptome/magen-darm-grippe-ursache-behandlung-vorbeugung-708793.html kann helfen, die Symptome zu lindern.

Dennoch ist auch die Übertragung von weitaus gefährlicheren Erregern möglich. Die Hepatitis A, Tuberkulose oder Lepra können einen tödlichen Verlauf annehmen. Gefährdet sind überwiegend Personen, die bereits über ein geschwächtes Immunsystem verfügen. Dort ist ein schwerer Krankheitsverlauf zu befürchten, der mit dem Tod einhergehen kann.

Besondere Vorsicht ist zudem geboten, wenn Du Dich über einen längeren Zeitraum im Ausland aufhältst. Denn in wärmeren Regionen sind die Kakerlaken deutlich häufiger anzutreffen, sodass auch das Krankheitsrisiko zunimmt. Die medizinische Versorgung ist dort möglicherweise eingeschränkt, sodass eine entsprechende Behandlung nicht durchführbar ist. Hier bietet es sich an, bereits vor der Abreise Medikamente im Reisegepäck mitzunehmen, die vor den gängigsten schwerwiegenden Krankheiten einen gewissen Schutz bieten. Achte zudem auf eine strengere Hygiene und begib Dich bei Symptomen in ein besser ausgestattetes Krankenhaus. Dann schleppst Du weder Krankheiten noch Kakerlaken aus dem Urlaub ein.

Übertragung der Erreger

Kakerlaken sind nachtaktiv und scheuen das Licht. Der direkte Kontakt mit den Tieren ist unwahrscheinlich. Dennoch könnte es passieren, dass Sie in der Nacht in Dein Bett krabbeln und dort ein direkter Hautkontakt stattfindet. Kakerlaken haben keine Schwierigkeiten damit einen Bettpfosten zu erklimmen und sind auch in der Lage eingeschränkt zu gleiten. So können Sie aus einer größeren Höhe in Dein Bett fallen. Über den kurzen Kontakt findet die Übertragung der Erreger statt, die bei Dir die entsprechenden Symptome auslösen.

Doch nicht nur der direkte Kontakt mit dem Menschen führt zu einer Übertragung der Erreger. Auch indirekt ist eine Infizierung möglich. Dies ist dann wahrscheinlich, wenn die Kakerlaken mit Deinen Lebensmitteln in Berührung kommen. Als Allesfresser sind die Kakerlaken wenig wählerisch. Sie machen sich über alles Essbare her, weshalb Du die Nahrungsmittel nicht offen herumstehen lassen darfst. Hatten die Kakerlaken einen Zugang zu den Lebensmitteln, kontaminieren Sie diese und Du nimmst die Erreger beim Verzehr auf.

Ebenso ist eine Vorsicht geboten, wenn die Kakerlaken in der Küche umherlaufen. Selbst auf diesem Wege ist eine Kontaminierung der Küchenzeile möglich, sodass Du vor der Zubereitung diese lieber säuberst. Gelangen Kakerlaken in die Wohnung, musst Du wesentlich umsichtiger bei der Zubereitung des Essens sein. Verschließe die Lebensmittel, sodass die Kakerlake nicht damit in direkten Kontakt kommt.

Gefahr für Allergiker

Das Immunsystem des Menschen arbeitet nicht immer zuverlässig. Teilweise reagiert es auf bestimmte Stoffe über, die eigentlich keine Bedrohung darstellen. Dies ist bei Allergikern der Fall, welche auf die unterschiedlichsten Allergene empfindlich reagieren.

Eine allergische Reaktion kann auch die Anwesenheit der Kakerlake auslösen. Denn die Ausscheidungen sowie die Häutungsreste weisen Stoffe auf, die Symptome bei Hausstauballergikern hervorrufen können. Damit ist der Effekt ähnlich eines Milbenbefalls. Als Hausstauballergiker kannst Du Dich bei einem Kakerlakenbefall nicht mehr ungestört in der Wohnung aufhalten. Die Nase läuft, die Augen sind gerötet und der Schlaf ist erschwert. Insbesondere im Hotelzimmer stellt dies eine Belastung dar, wenn Du den Urlaub nicht mehr genießen kannst.

Zusätzlich belasten die Hinterlassenschaften der Kakerlake die Atemwege. Die Atmung fällt schwerer und ein Husten könnte auftreten. All dies sind Symptome, die die Lebensqualität deutlich einschränken. Eine Gewöhnung findet nicht statt, sodass nur die Bekämpfung sämtlicher Kakerlakenarten bleibt, um das Immunsystem zu entlasten.

Können Kakerlaken beißen?

Kakerlaken besitzen kräftige Mundwerkzeuge. Mit diesen sind Sie in der Lage, selbst Leder durchzubeißen und Lebensmittelverpackungen zu durchdringen.

Menschen beißen Kakerlaken jedoch fast nie. Denn eigentlich erweisen sich die Kakerlaken als scheu und suchen lieber das Weite, wenn Sie auf den Menschen treffen.

Zudem dient das Beißen nicht als Abwehrreaktion. Kakerlaken gelten als Fluchttiere, welche eher wegrennen, als sich der Gefahr zu stellen.

Ein Biss der Kakerlake ist daher nur dadurch zu erklären, dass die Schädlinge nachts in das Bett gelangen und die Haut als Nahrungsmittel interpretieren. Im Allgemeinen gelten Kakerlakenbisse aber als außergewöhnlich.

Die Gefährlichkeit von Kakerlaken

Die meisten Menschen besitzen eine natürliche Angst gegenüber Kakerlaken. Dies mag bei nüchterner Betrachtung übertrieben erscheinen. Denn die Schädlinge sind klein, strahlen kaum eine Gefahr aus und rennen lieber weg, wenn Sie einem Menschen begegnen.

Doch die Angst ist keinesfalls unbegründet. Kakerlaken sind als Überträger zahlreicher Krankheitserreger bekannt. Diese überwinden entweder bei direktem Kontakt mit dem Menschen das Immunsystem oder werden indirekt, über kontaminierte Lebensmittel aufgenommen.

Überwiegend lösen die Erreger Magen-Darm-Infekte aus. Doch es können auch tödliche Erkrankungen, wie Hepatitis A, Tuberkulose oder Lepra auftreten. Gefährdet sind insbesondere Personen, deren Immunsystem bereits geschwächt ist.

Auch Allergiker leiden unter der Anwesenheit der Küchenschaben. Denn diese belasten die Atemwege und rufen ähnliche Symptome hervor, wie Milben.

In jedem Fall gilt, dass sämtliche Lebensmittel sicher verschlossen sein müssen. Reinige die Küche vor der Zubereitung intensiver und bekämpfe die Kakerlaken so intensiv wie möglich. Dann wirst Du die Gesundheitsgefahr nicht am eigenen Leib spüren und wieder in Ruhe schlafen.

Häufige Fragen

Kakerlaken stellen im Haus oder der Wohnung eine Gefahr dar. Sie übertragen einige Krankheitserreger und geraten Sie mit Lebensmitteln in Kontakt, bleibt Dir nur noch die Entsorgung. Daher solltest Du den Kakerlakenbefall ernst nehmen und umgehend mit der Bekämpfung beginnen.

Kakerlaken besitzen ein kräftiges Mundwerkzeug, welches eigentlich dem Durchbeißen von Lebensmittelverpackungen oder anderen Materialien dient. Damit sind Sie auch in der Lage, den Menschen zu beißen. Dies kommt jedoch in der Praxis kaum vor. Bei Gefahr suchen die Kakerlaken lieber das Weite und ein Biss ist äußerst unwahrscheinlich.

Ein Mythos besagt, dass Du Kakerlaken nicht zertreten darfst, da dadurch Eier verteilt würden. Dies stellt sich jedoch als unwahr heraus. Das Zertreten ist dennoch nicht das geeignete Mittel, da es mit einem hohen Reinigungsaufwand einhergeht. Sicherer ist es zudem, wenn Du ein Spray oder Fallen einsetzt, um einen geringen Kakerlakenbefall einzudämmen.

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