Der Maulwurf ist als unermüdlicher Arbeiter in Deinem Garten bekannt und gefürchtet. Zwar gilt Er für die Umwelt als förderlich und auch Gartenbesitzer profitieren vom Hunger auf die Larven der Schädlinge, doch sind die dabei entstehenden Maulwurfshügel unerwünscht. Die Hügel verteilen sich über den gesamten Rasen und schmälern nicht nur den optischen Eindruck, sondern erschweren auch die Gartenarbeit.

Grundlegend für die Entstehung der Erdhügel ist das komplexe Tunnelsystem des Maulwurfs. Wie genau sieht eigentlich der Lebensraum des Maulwurfs unter der Erde aus und welche Funktion erfüllen die langen Gänge?

Kräftige Schaufelhände

Der Maulwurf lebt ausschließlich unter der Erde und verlässt die Gänge nur, wenn eine Gefahr droht. Ein intensiver Gestank oder ein Überfluten des Tunnels könnte den Maulwurf dazu treiben, die sichere Umgebung aufzugeben.

Unter der Erdoberfläche fühlt sich der Maulwurf wohl. Dort orientiert sich das Tier im Wesentlichen anhand der Gerüche. Die Nase leitet Ihn an und so ist Er in der Lage, die schmackhaften Larven oder andere Nahrungsquellen zu finden.

Die Augen des Maulwurfs erfüllen hingegen kaum eine Funktion[1]https://www.seh-check.de/seh-maerchen/maulwurf-blind/. Sie sind verkümmert und unterhalb der Erdoberfläche ohnehin nicht funktional. Denn in der Dunkelheit muss der Maulwurf andere Sinne nutzen, um sich Seinen Weg zu bahnen.

Bedeutsam für den Maulwurf sind allerdings die kräftigen Hände. Diese dreht Er zur Seite und schaufelt sich Seinen Weg durch die Erde. Dabei legt Er weite Strecken zurück und wirft reichlich Aushub auf. Die Fortbewegung erinnert entfernt an das Brustschwimmen. Der Maulwurf befindet sich allerdings dafür nicht im Wasser, sondern in einer lockeren Erde.

Eigenschaften des Tunnelsystems

Findet sich der Maulwurf in Deinem Garten ein, ist dies eigentlich ein gutes Zeichen. Denn Seine Anwesenheit deutet auf eine hohe Bodenqualität hin, auf der die Pflanzen problemlos gedeihen sollten. Die lockere Erde ist ideal für die Aufzucht von selbst anspruchsvolleren Sorten.

Im Vergleich zur Wühlmaus befindet sich der Maulwurf in einer größeren Tiefe. Denn Er ist nicht auf der Suche nach Wurzeln oder Pflanzenresten. Vielmehr möchte Er Larven und Würmer finden, die sich etwas tiefer im Boden eingraben.

Tiefe

Daher bewegt sich der Maulwurf vorzugsweise in einer Tiefe von 10 bis 40cm. Vereinzelt kann Er aber auch wesentlich tiefer in die Erde vordringen, wenn die Bodenbeschaffenheit es zulässt. So legt Er seine Vorratskammern sowie die Wohnkammern in einer Tiefe von 50 bis 100cm an. Diese bilden somit die tiefsten Punkte des Tunnelsystems, während die Gänge davon etwas höher abzweigen.

Möchtest Du Deinen Garten mit einem Maulwurfgitter schützen und das Tier vom Eindringen abhalten, musst Du diese Barrieren in einer entsprechenden Tiefe anbringen. Befinden Sie sich zu weit oben, könnte der Maulwurf einfach sich darunter durchgraben und das Hindernis ignorieren.

Länge

Das Territorium, in welchem sich der Maulwurf aufhält, umfässt mehrere tausend Quadratmeter. Damit hat es das Tier nicht nur auf Deinen Garten abgesehen, sondern befindet sich auch in der direkten Nachbarschaft. Innerhalb des Reviers gräbt Er sich durch die Erde, um dort auf die Suche nach geeigneten Beutetieren zu gehen.

Pro Stunde gräbt sich der Maulwurf rund 5 bis 15 Meter unter der Erde vor. Die dabei entstehenden Gänge sind jedoch nicht gerade. Sie verlaufen schräg und krumm, da der Maulwurf kein besonderes Ziel im Auge hat.

Insgesamt erreicht das Tunnelsystem eine Länge von bis zu 200 Metern. Den dabei entstehenden Erdaushub wirft der Maulwurf über die Hügel aus. Alle 50 bis 100cm gräbt sich der Maulwurf senkrecht zur Erdoberfläche durch, um den Aushub auszuwerfen. Die Hügel dienen demnach nicht primär als Zugangsort, sondern als Entsorgungsstelle für die aufgeworfene Erde. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zur Wühlmaus, welche die Öffnungen nutzt, um an der Oberfläche das Gemüse sowie Pflanzen anzufressen.

Funktionsweise

Das weitverzweigte Tunnelsystem des Maulwurfs erfüllt verschiedene Zwecke und Funktionen. Diese sichern das Überleben des Tiers und ermöglichen den Fortbestand der Art.

Futterquelle

Der Maulwurf gräbt sich primär durch die Erde, da dort Seine Futterquellen anzutreffen sind. Er ernährt sich vorzugsweise von Würmern und Larven. Dabei sind auch Exemplare einiger Schädlinge dabei, sodass der Maulwurf sich als nützlich erweist. Er verhindert, dass sich die Schädlinge im Garten ausbreiten und beugt einem Befall vor.

Die Gänge dienen dabei nicht nur der Fortbewegung. Die Tunnel legt der Maulwurf gezielt so an, dass sich die Regenwürmer oder andere Erdbewohner an einer Stelle sammeln. Dort braucht der Maulwurf die Beutetiere nur noch aufsammeln und Sie in Seine Vorratskammern bringen. Da der Maulwurf ohne Nahrungaufnahme keine 24 Stunden überlebt, ist der Vorrat für Ihn überlebenswichtig.

Nistplatz

Natürlich dient das Tunnelsystem auch als Lebensraum. Er hält sich dort dauerhaft auf und verlässt es nur zur Paarungszeit, um einen Artgenossen in einem fremden Revier zu finden.

Daher richtet sich der Maulwurf häuslich ein, indem Er einen Wohnkessel anlegt. Dies ist ein größerer Raum, welcher sich im Zentrum des Tunnelsystems befindet. Dort schläft der Maulwurf und zieht die Junge groß.

Belüftung

Der Maulwurf ist zum Überleben auf den Sauerstoff aus der Atemluft angewiesen. Damit genügend frische Luft in die Gänge gelangt, sorgen die zahlreichen Maulwurfshügel. Durch die Öffnungen verteilt sich die Luft bis in die hintersten Tunnelbereiche. Da der Maulwurfskessel, also der Wohnbereich, sich relativ zentral befindet, ist dort eine ausreichende Luftzufuhr sichergestellt. So erhält der Maulwurf auch unter der Erde genügend Sauerstoff.

Das komplexe Tunnelsystem des Maulwurfs

Der Maulwurf ist für die meisten Gärtner ein Feindbild. Obwohl Er den Boden auflockert und Schädlinge vertilgt, ist der Anblick der Maulwurfshügel im Garten gefürchtet.

Beeindruckend ist dennoch das komplexe Tunnelsystem, welches der Maulwurf in einer Tiefe von bis zu 100cm unter der Erde anlegt. Bis zu 200 Meter lang verzweigt sich das Gangsystem und stellt sowohl Futter bereit als auch einen angenehmen Lebensraum.

Häufige Fragen

Das Tunnelsystem erstreckt sich über eine Fläche von mehreren tausend Quadratmetern. Die Gänge an sich weisen eine Länge von bis zu 200 Metern auf. Sie verlaufen nicht strikt geradeaus, sondern sind mit Schnörkeln versehen und eher „chaotisch“ angelegt.

Der Maulwurf verteilt Seine Aktivitäten über mehrere Stunden am Morgen, Nachmittag sowie Mitternacht. Da Er nicht dem natürlichen Sonnenlicht ausgesetzt ist, folgt Sein Tagesablauf nicht dem Sonnenrhythmus.

Die Gänge des Maulwurfs befinden sich für gewöhnlich in einer Tiefe von 10 bis 40cm. Mitunter können die einzelnen Kammern oder Gänge aber auch in einer Tiefe von bis zu 100cm liegen. Dementsprechend musst Du den Maulwurfschutz darauf anpassen, damit sich das Tier nicht einfach unten durch gräbt.

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