Auf einen Blick

  • Igel sind nützlich im Garten, da sie Schädlinge bekämpfen.
  • Der Mähroboter sollte nicht in der Nacht inbetrieb sein.
  • Mähroboter können Igel verletzen oder stören, daher Vorsichtsmaßnahmen treffen.
  • Ecken im Garten naturbelassen gestalten und Mähbereiche für den Roboter begrenzen.

Der Mähroboter stellt für Dich als Gärtner eine große Erleichterung dar. Du musst nicht selbst zum Rasenmäher greifen, sondern lässt diese mühsame Arbeit den Roboter erledigen.

So intelligent die Roboter heutzutage sind, gehen damit dennoch Gefahren einher. Denn kleine Tiere im Gras sind für die Geräte kaum sichtbar und könnten Verletzungen von den scharfen Schneiden erleiden.

Einem besonders hohen Risiko ist der Igel ausgesetzt. Dieser sucht in Deinem Garten womöglich nach Nahrung und bereitet sich auf den Winterschlaf vor. Da die Tiere wichtige Aufgaben im Ökosystem erfüllen, solltest Du jegliche Gefährdung vermeiden.

Befolge die nachstehenden Tipps, damit es nicht zu einem schmerzvollen Aufeinandertreffen von Mähroboter und Igeln kommt. Dadurch kannst Du weiterhin guten Gewissens den Mähroboter einsetzen[1]https://www.mein-schoener-garten.de/themen/maehroboter , ohne dass Wildtiere sich davor fürchten müssen.

kakerlaken
Igel Steckbrief
Gefährlichkeit
Verbreitung
Bekämpfungsaufwand
  • Klasse: Säugetiere
  • Größe: 15-40cm
  • Lebenserwartung: 1 - 4 Jahre
  • Ernährung: Insekten, Regenwürmer
  • Vermehrung: Bis 10 Junge pro Wurf
  • Aktivität: Nachtaktiv
  • Anzeichen: Kaum auffällig
  • Verstecke: Unter Laub oder Totholz

Vorbeugung

  • Tierfutter abdecken
  • Hohen Rasen mähen

Anlocken

  • Igelhaus aufstellen
  • Futter anbieten
  • Garten naturbelassen gestalten

Unzureichende Sicherheitsmechanismen

Mähroboter haben sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Die Sensoren sind präziser und die Sicherheitsmechanismen ausgereifter, sodass Verletzungen für Kinder oder Gegenstände nicht auftreten sollten.

In der Praxis zeigt sich allerdings, dass der Einsatz von Mährobotern weiterhin mit Problemen behaftet ist. Denn insbesondere bei günstigen Modellen sieht es bei der Ausstattung mit Sensoren weniger umfangreich aus. Sie erkennen ein Gefälle nicht rechtzeitig und haben Probleme, die Steigung zu bewältigen.

Gefährlich ist es insbesondere, wenn das Gras besonders hochgewachsen ist. Dann haben die Mähroboter kaum eine Möglichkeit, die Umgebung auf Hindernisse zu überprüfen. Daher gilt die Empfehlung, den Roboter regelmäßig einzusetzen, sodass der Rasen nicht zu hoch wächst.

Trotzdem ist beim Betrieb Vorsicht geboten. Die zu bearbeitende Fläche ist vorab zu säubern, sodass keine empfindlichen Gegenstände einen Schaden nehmen. Problematisch sind in diesem Zusammenhang Trampoline oder Pools, deren Stützen häufig von den Schneiden touchiert werden.

Zudem ist die Erkennung kleinerer Wildtiere noch unausgereift. Kröten, Eidechsen oder Grashüpfer nehmen die Mähroboter kaum als Hindernis wahr, sondern nähern sich diesen ohne zu zögern.

Kein Fluchtverhalten
Kein Fluchtverhalten des Igels

Anders als einige andere Wildtiere, ergreift der Igel bei Gefahr nur selten die Flucht. Lieber rollt Er sich zusammen und wartet geduldig, bis Angreifer die Lust vergeht. Dieses Verhalten erweist sich bei Mährobotern besonders gefährlich, da die Igel den Scheren schutzlos ausgesetzt sind.

Beim Igel erweist sich Sein Defensivverhalten als verhängnisvoll. Denn während die meisten Wildtiere selbst weglaufen, rollt sich der Igel zusammen. Er vertraut darauf, dass Seine Stacheln den Angreifer beeindrucken und dieser das Interesse verliert.

Doch der Mähroboter zeigt sich von den Stacheln unbeeindruckt. Teilweise überfahren die Geräte den Igel, sodass schwere Verletzungen zu erwarten sind. Das Zusammentreffen endet für den Igel häufig tödlich, weshalb Du Vorsichtsmaßnahmen beim Betrieb der Mähroboter durchführen solltest.

Lebensraum des Igels im Garten

Wie hoch die Gefahr für Igel ist, hängt maßgeblich von der Gestaltung Deines Gartens ab. Denn als Wildtiere sind die kleinen, stacheligen Tiere scheu und suchen im hochgewachsenen Gras Schutz.

Weist Dein Garten natürlich bewachsene Ecken auf, in denen Du seltener das Gras mähst, fühlt sich der Igel dort wohl. Unter dem Laub, im Totholz oder anderem Gestrüpp, lässt sich der Igel nieder.

Als nachtaktives Wildtier begibt sich der Igel mit Einsatz der Dämmerung aus dem sicheren Versteck. Dann geht Er auf die Suche nach Larven von Insekten, welche sich im Boden eingegraben haben.

Aufgrund des Hungers nach möglichen Schädlingen gilt der Igel als nützliches Tier im Garten. Er frisst die Larven und verhindert dadurch, dass sich schädliche Insekten ungehemmt ausbreiten. Als Gärtner erleichtert dies Dir einige Arbeit, da Du seltener zu Bekämpfungsmitteln greifen musst.

Für Seinen Winterschlaf nistet sich der Igel meist unter einer dickeren Laubschicht ein. Im Gehölz findet Er eine sichere Umgebung und begibt sich in den Winterschlaf, wenn die Temperaturen auf unter 5°C sinken. Dann ist besondere Vorsicht geboten, da Du das Tier keinesfalls in diesem Zeitraum stören darfst.

Tipps zum sicheren Einsatz des Mähroboters

Mit dem Einsatz des Mähroboters sind einige Gefahren für den Igel verbunden. Es könnten schwere Schnittwunden auftreten oder der Winterschlaf gestört werden. Beachte die folgenden Sicherheitshinweise, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.

Nachtfahrverbot

Igel sind nachtaktive Tiere, die den Tag vorwiegend mit der Erholung verbringen. Sie befinden sich in Ihrem Unterschlupf und ruhen sich dort aus. Gut versteckt ist es unwahrscheinlich, dass es am Tage zu einem Aufeinandertreffen des Igels und des Mähroboters kommt.

Nachtaktive Igel

Die Igel sind vorwiegend in der Nacht unterwegs. Mäht der Roboter die Rasenfläche zu dieser Zeit, sind Aufeinandertreffen wahrscheinlicher. Daher gilt der Hinweis, dass die Mähroboter ausschließlich am Tag arbeiten sollten.

Nachtaktive Igel

Weitaus größer ist die Gefahr, wenn der Mähroboter nachts unterwegs ist. Dann kreuzen sich die Wege schneller und es sind Verletzungen des Igels zu erwarten.

Als erste Grundregel gilt es daher, dass der Mähroboter ausschließlich am Tag und nicht in der Nacht seiner Arbeit nachkommen darf. Wenn der Igel nachts auf der Suche nach dem Futter ist, muss der Mähroboter eine Pause machen und in seiner Ladestation bleiben.

Fliehkraft-Messer verwenden

Am besten ist es natürlich, wenn Igel und Mähroboter sich aus dem Weg gehen und es nicht zu einem Aufeinandertreffen kommt. Sollte es dennoch zu einer Berührung mit dem Igel kommen, geht dies mit dem Einsatz von Fliehkraft-Messern deutlich glimpflicher aus.

Diese sind nicht fest im Roboter verankert, sondern werden durch die Drehbewegungen nach außen gedrückt. Die Schneidkraft ist geringer, aber geraten diese Messer auf ein Hindernis, klappen Sie automatisch ein.

Zwar sind weiterhin Schnittverletzungen zu befürchten, diese sind aber weniger tief und die Überlebenschancen des Igels höher. Lasse Dich von der geringeren Schneidkraft nicht abschrecken und schütze die Wildtiere dank dieser einfacheren Messern.

Laubhaufen und wildere Ecken selbst vorbereiten

Beginnst Du im Frühling den Garten komplett umzugestalten, sind einige Ecken womöglich noch verwildert und bieten dem Igel einen optimalen Lebensraum. Dort ist eine besondere Vorsicht vonnöten, da die Tiere während des Tages dort gerne schlafen.

In diesen Bereichen solltest Du selbst tätig sein und nicht den Mähroboter einfach walten lassen. Untersuche vorab das tiefe Gras und prüfe, ob sich dort Tiere eingefunden haben. Danach kannst Du selbst zu Werke gehen und die Ecken vom Wildwuchs befreien. Gehe Stück für Stück vor und sei behutsam, damit keinerlei Verletzungen für Igel oder andere Tiere zu befürchten sind.

Lebensbereiche für den Igel eingrenzen

Bei modernen Mährobotern besteht die Option, die zu mähende Rasenfläche genauer einzugrenzen. Entweder per GPS oder einem Begrenzungsdraht teilst Du dem Roboter mit, in welchen Bereichen er sich bewegen darf.

Hier kannst Du Deinen Garten so einteilen, dass Ecken, in denen das Gras höher gewachsen sind, nicht für den Mähroboter zugänglich sind. Das Gerät hält sich ausschließlich auf dem kürzer gewachsenen Rasen auf.

Dadurch stellst Du dem Igel einen eigenen Lebensraum bereit, sodass das Tier nicht auf der Rasenfläche umherwandern muss. Ein Zusammenstoß zwischen Mähroboter und Igel ist dadurch unwahrscheinlicher.

Stelle zudem ein Igelhaus in diesem abgesteckten Bereich auf, damit dieser nicht woanders auf die Suche nach einem Schlafplatz geht. Erscheint der Igel abgemagert, könntest Du zudem geeignetes Igeltrockenfutter bereitstellen, damit das Tier besser durch den Winter kommt.

Gefahr für Igel durch Mähroboter

Mähroboter sind bei Gärtner immer beliebter. Sie nehmen einige Arbeiten ab und erleichtern die Pflege des Gartens. Automatisch befahren Sie die Rasenfläche und kürzen die Grashalme auf die gewünschte Länge.

So intelligent die Geräte erscheinen, sind dennoch Einschränkungen damit verbunden. Denn sie erkennen kleinere Wildtiere und Hindernisse nicht immer zuverlässig. Durch die scharfen Schneiden können Verletzungen auftreten, die für Igel häufig tödlich enden. Auch mit einem Freischneider sowie Motorsensen sind solche Gefahren verbunden.

Setze den Mähroboter ausschließlich am Tag ein, wenn der Igel sich in Seinem Versteck befindet und ausruht. Grenze die Bereiche ein, in welchem der Roboter sich bewegen darf und verwende Fliehkraft-Messer.

Gib acht, wo sich der Igel befindet und vermeide ein Aufeinandertreffen. Solltest Du dennoch ein verletztes Tier vorfinden, begib Dich zur nächsten Igelstation, um eine fachgerechte Versorgung sicherzustellen.

Häufige Fragen

Igel können durch Rasenroboter verletzt werden. Die scharfen Klingen der Geräte stellen eine potenzielle Gefahr für diese stacheligen Säugetiere dar, insbesondere wenn sie in der Nacht aktiv sind, die bevorzugte Betriebszeit vieler Roboter.

Rasenmäher Roboter können eine Gefahr für Igel darstellen. Nicht nur aufgrund ihrer scharfen Klingen, sondern auch weil sie in der Lage sind, in den Lebensräumen dieser Tiere zu arbeiten und sie dabei möglicherweise zu verletzen oder zu stören.

Es gibt einige Mähroboter-Modelle auf dem Markt, die mit Technologien ausgestattet sind, die es ihnen ermöglichen, Tiere zu erkennen. Beispielsweise nutzen sie Infrarotsensoren oder Ultraschall, um Hindernisse und Bewegungen wahrzunehmen und so Kollisionen mit Tieren wie Igeln zu vermeiden.

Einige Argumente gegen den Einsatz von Rasenrobotern sind neben der möglichen Gefahr für Tiere auch andere Aspekte. Dazu gehören die hohen Anschaffungskosten sowie die Notwendigkeit regelmäßiger Wartung und Reparatur. Außerdem können diese Geräte unter bestimmten Bedingungen Schwierigkeiten haben, z.B. bei sehr unebenem Gelände oder starkem Regen.

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