Auf einen Blick

  • Du musst Kakerlaken ernst nehmen, da sie Krankheitserreger übertragen und sich schnell vermehren.
  • Achte auf dunkle, feuchtwarme Bereiche in deinem Zuhause – Kakerlaken bevorzugen diese Orte.
  • Nutze Hausmittel wie ätherische Öle oder Natron zur Bekämpfung und vermeide Lebensmittelzugang für die Schädlinge.
  • Bei starkem Befall solltest du professionelle Hilfe durch einen Kammerjäger in Betracht ziehen.

Kakerlaken wirken auf den ersten Blick unscheinbar. Sie sind relativ klein und kaum wahrnehmbar. Bewegen Sie sich doch überwiegend in der Nacht fort und verstecken sich tagsüber in Ihren Rückzugsorten.

Doch als Schädlinge darfst Du die Kakerlaken nicht unterschätzen. Die Gefahren der Anwesenheit der Kakerlaken sind weniger offensichtlich. Denn die Schädlinge hinterlassen kaum sichtbare Spuren, sondern gelten als Überträger von Krankheitserregern. Diese lösen mitunter lebensgefährliche Erkrankungen aus.

Bemerkst Du Kakerlaken in Deinem Haus oder der Wohnung, solltest Du umgehend mit der Schädlingsbekämpfung beginnen. Denn die Schaben gelten als robust und vermehren sich rasant.

Nutze die folgenden Tipps, um Deinen Wohnraum nicht mehr mit den Schaben zu teilen. Dann erzielst Du einen nachhaltigen Erfolg und das Ungeziefer verschwindet dauerhaft.

kakerlaken
Kakerlaken Steckbrief
Gefährlichkeit
Verbreitung
Bekämpfungsaufwand
  • Klasse: Insekten
  • Größe: 1-10cm
  • Lebenserwartung: 12 Monate
  • Ernährung: Allesfresser
  • Vermehrung: Eiablage
  • Aktivität: Nachtaktiv
  • Anzeichen: Panzer, Eier
  • Verstecke: Dunkle Ritzen oder Spalten

Vorbeugung

  • Lebensmittel unzugänglich aufbewahren
  • Luftfeuchtigkeit senken
  • Verstecke versiegeln

Bekämpfung

  • Kakerlakenspray
  • Kakerlakenfallen
  • Kakerlaken Gel
  • Kammerjäger

Ursachen für den Kakerlakenbefall

Glücklicherweise sind Kakerlaken in Deutschland seltener anzutreffen. Sie fühlen sich hier weniger heimisch und halten sich bevorzugt in wärmeren Gebieten auf. Ursprünglich stammen Sie aus tropischen Regionen, weshalb Sie dieses Klima bevorzugen. Die kalten Winter in Deutschland sind weniger angenehm und daher ist die Population überschaubar. Dennoch kann es passieren, dass sich Kakerlaken bei Dir einfinden. Die folgenden Faktoren spielen hierfür eine Rolle:

  • Feuchtwarmes Klima

Kakerlaken bevorzugen ein feuchteres und wärmeres Klima. Dieses finden Sie in der Wohnung nur begrenzt vor. Am ehesten erfüllen das Badezimmer sowie die Küche diese Anforderungen. Dort ist die Luftfeuchtigkeit höher und auch die Temperatur könnte steigen, wenn Du gerne heiß duschst oder des Öfteren kochst.

Insbesondere im Winter besteht die Gefahr, dass die Kakerlaken sich aus den weiter entfernten Verstecken in die Wohnung zurückziehen. Denn während draußen die kalten Temperaturen ungemütlich wirken, ist das Badezimmer ein einladender Ort. Über die Abwasserrohre oder andere Zugänge gelangen die Kakerlaken in die Wohnung und lassen sich dort nieder.

  • Lebensmittel

Es könnte aber auch sein, dass die Kakerlaken sich ganz unbemerkt in Lebensmitteln aufhalten und so in die Wohnung gelangen. Dies geschieht meist über Eier, die so klein sind, dass Du sie kaum bemerkst. Stammen die Lebensmittel aus wärmeren Regionen und sind die hygienischen Bedingungen dort zweifelhaft, könnten die Kakerlaken auf diesem Wege zu Dir gelangen.

Die Kakerlaken schlüpfen und dank Ihrer kräftigen Beißwerkzeuge erhalten Sie einen leichten Zugang zu Deinen Lebensmittelvorräten. Daher gilt die Empfehlung, dass Du beim Verdacht eines Kakerlakenbefalls keine Nahrungsmittel mehr offen stehen lässt. Schließe diese in feste Behälter ab, damit das Ungeziefer keine Futterquelle findet.

  • Aus dem Urlaub eingeschleppt

Häufiger Bekanntschaft wirst Du mit den Kakerlaken in beliebten Urlaubsregionen machen. Dies ist nicht zwingend ein Zeichen einer mangelhaften Hygiene. Die Kakerlaken sind so robust und weitverbreitet, dass sich der Befall nicht immer vermeiden lässt.

Im Gepäck könnten sich die Kakerlaken einfinden oder dort Ihre Eier ablegen. Da Sie mehrere Wochen ohne Wasser und auch kältere Temperaturen überlebt, könnte das Tier nach der Ankunft zu Hause aus Deinem Gepäck fliehen. Ebenso schlüpfen die Schaben aus den Eiern, sodass Du ein bleibendes Andenken aus Deinem Urlaub heimgebracht hast.

Wo verstecken sich die Kakerlaken?

Die Kakerlaken zu identifizieren, ist gar nicht so leicht. Denn als nachtaktive und scheue Tiere gehen Sie lieber auf Abstand zu Menschen. Nur in der Nacht oder wenn der Befall so stark ausgeprägt ist, dass zu viele Schaben sich in den Verstecken aufhalten, trauen Sie sich raus. Daher solltest Du beim Verdacht des Kakerlakenbefalls genauer die Umgebung prüfen, ob sich dort auffälligere Spuren zeigen.

Die Verstecke der Kakerlaken sind vielfältig. Sie können problemlos Wände hinaufklettern und sich durch dünnste Spalten quetschen. Daher ist einige Geduld gefragt, um die Schädlinge im Haushalt aufzuspüren.

Wärmere Verstecke

Kakerlaken mögen eine feuchtwarme Umgebung. Daher halten Sie sich vorzugsweise in der Küche oder dem Badezimmer auf. Dort könnten Sie hinter dem Ofen, dem Kühlschrank oder der Dusche geeignete Verstecke finden. Als überaus kleine Schädlinge finden Sie selbst in der winzigsten Ritze noch einen Platz.

Bevorzugt lassen sich die Schädlinge in der Nähe von wärmeren Geräten nieder. Dies könnte die Rückseite des Kühlschranks sein oder der Ofen. Auch eine Heizung oder warme Wasserrohre sind für die Kakerlaken angenehm.

Direkt wirst Du die Kakerlaken aber kaum zu Gesicht bekommen. Achte daher auf die Hinterlassenschaften der Tierchen, um herauszufinden, wo Sie sich befinden.

Auffällig sind die Panzer, die Sie bei der Häutung verlieren. Im Laufe der Entwicklung entledigen sich die Schädlinge dem Hautpanzer und streifen diesen ab. Diese Reste kannst Du mit einem aufmerksamen Auge erkennen.

Der Kot der Kakerlaken ist ein weiterer Hinweis. Dieser ist nur rund einen Millimeter lang und schwarz. Bei einem schwerwiegenderen Befall zeigen sich aber auffällig viele Kotspuren, die auf die Kakerlaken in der Wohnung hindeuten.

Geräusche wirst Du von der Kakerlake kaum hören. Zur Kommunikation verwendet das Ungeziefer Pheromone. Damit signalisiert Sie eine Gefahr oder eine Futterquelle. Der Geruch wird als süßlich und leicht faulig beschrieben. Hast Du eine feine Nase, gibt Dir der Gestank Aufschluss über den Kakerlakenbefall.

Wie gefährlich sind die Kakerlaken?

Entdeckst Du eine Schabe, mag dies Dich noch nicht beeindrucken. Schließlich sind diese relativ klein und halten vom Menschen eher Abstand. Doch die Gefahren, die mit den Kakerlakenarten einhergehen, sind nicht zu unterschätzen.

Als robustes Ungeziefer gelten Sie als Wirte zahlreicher Krankheitserreger. Diese setzen sich auf den Panzer fest und beim Kontakt mit dem Menschen lösen Sie teils tödlich verlaufene Erkrankungen aus. Dazu gehören:

  • Cholera
  • Hepatitis
  • Kinderlähmung
  • Ruhr
  • Tuberkulose
  • Typhus

Überwiegend geht der Kontakt mit den Kakerlaken mit einer Magen Darm Grippe einher. Einem größeren Risiko sind jedoch Personen ausgesetzt, die bereits ein geschwächtes Immunsystem besitzen. Dann ist ein schwerwiegender und sogar tödlicher Verlauf wahrscheinlicher.

Nimm diese Gefahr ernst und achte darauf, weder direkt noch indirekt mit den Kakerlaken in Berührung zu kommen. Dies bedeutet, dass Du sämtliche Flächen reinigst, wo sich das Ungeziefer aufhalten könnte. Denn allein durch den Kontakt können sich die Erreger dort absetzen und eine Kontamination hervorrufen.

Mittel zum Kakerlaken Bekämpfen

Mit der Kakerlakenbekämpfung solltest Du nicht zögern, sondern Dich umgehend dem Ungeziefer stellen. Dafür stehen verschiedene Hausmittel sowie Insektizide zur Verfügung. Probiere diese Methoden aus, um die Kakerlaken nachhaltig zu bekämpfen.

Unangenehme Gerüche gegen die Kakerlaken

Kakerlaken kommunizieren mittels Pheromone. Diese sind wichtig, um Futterquellen oder Gefahren aufzuspüren. Gelingt die Kommunikation nicht mehr, zeigen sich die Kakerlaken orientierungslos und könnten sich so gestört fühlen, dass Sie das Weite aufsuchen.

Kommunikation erschweren

Als sanftes Hausmittel könnten sich ätherische Öle als wirkungsvoll zeigen. Diese stören die Kommunikation der Kakerlaken, welche über Pheromone geschieht. Indem die ätherischen Öle die Signale der Schädlinge überlagern, werden diese orientierungslos und effektiv vertrieben.

Eine Möglichkeit besteht im Einsatz von ätherischen Ölen bzw. Pflanzen. Denkbar sind hierfür Lorbeer sowie Katzenminze, um die Kakerlaken nachhaltig zu stören. Der ätherische Geruch[1]https://www.deineapotheke.at/naturheilkunde/aromatherapie-die-wirkung-aetherischer-oele-2207151 ist so intensiv, dass die Kakerlaken lieber den Rückzug antreten.

Im Handel sind verschiedene Öle erhältlich, die Du in die Verstecke oder Umgebung der Kakerlaken träufelst. Mit etwas Glück schlägst Du auf diese sanfte Weise die Kakerlaken bereits in die Flucht.

Natron zur Bekämpfung

Ein weiteres Hausmittel, welches häufig Verwendung zur Bekämpfung von Ungeziefer findet, ist Natron. Von Insekten aufgenommen, kommt es im Magen zu einer Reaktion, die mit einer enormen Gasbildung einhergeht.

Zum Anlocken der Kakerlaken wird das Natron mit Zucker vermischt. Stelle dieses Ködermittel in eine Schale und warte darauf, dass die Tiere Ihrer Neugier erliegen. Einmal aufgenommen dauert es nicht lange, bis das Gas seine tödliche Wirkung entfaltet. Auf diese Weise tötest Du die Kakerlaken, sodass Sie nicht mehr in der Lage sind Deine Gesundheit in Gefahr zu bringen.

Chemische Bekämpfungsmittel

Hausmittel mögen sanfter und sofort verfügbar sein. Doch nicht immer ist die Wirksamkeit überzeugend. Manche Schabenarten zeigen sich von der Geruchsbelästigung unbeeindruckt und das Natron könnten Sie verschmähen.

Ist der Kakerlakenbefall trotz des Einsatzes der Hausmittel nur mäßig zurückgegangen, musst Du andere Methoden verwenden. Hierfür stehen Dir chemische Mittel zur Verfügung, welche sich direkt gegen die Kakerlaken richten.

Möglich ist zum Beispiel die Verwendung eines Ungeziefersprays. Dieses zeigt eine Sofortwirkung und dämmt den Befall ein. Allerdings musst Du für eine erfolgreiche Anwendung die Kakerlaken direkt besprühen. Dies erweist sich bei vereinzelten Tieren als deutlich schwieriger.

Leichter in der Anwendung sind Giftköder oder Klebefallen. Diese stellst Du in die Bereiche, in denen sich die Kakerlaken überwiegend aufhalten. Die Kakerlaken gehen nachts eigenständig in die Falle, sodass Du diese nur noch entsorgen musst.

Schädlingsbekämpfer

Hat Deine Vorgehensweise bisher keinen Erfolg gebracht, solltest Du Dich an einen Profi wenden. Ein Kammerjäger besitzt wesentlich mehr Erfahrung im Umgang mit den Kakerlaken. Sie spüren die Verstecke zielsicher auf und führen dort ein Mittel ein, welches die Schaben in die Knie zwingt.

Effektives Bekämpfen

Ein Schädlingsbekämpfer mag im Vergleich teuer erscheinen. Doch er stellt sicher, dass die Kakerlaken wirksam bekämpft werden. Du fühlst Dich endlich wieder in der Wohnung wohl und musst mit etwas Vorsicht nicht mehr befürchten, dass das Ungeziefer erneut bei Dir einfindet.

Der Schädlingsbekämpfer mag auf den ersten Blick mit höheren Kosten einhergehen. Doch die zuverlässige Vorgehensweise erlaubt es Dir, dass Du Dich schneller wieder in der Wohnung oder dem Haus wohlfühlst. Du musst keine Schaben fürchten und erhältst wieder Dein gewohntes Lebensgefühl.

Dem Kakerlakenbefall vorbeugen

Einmal die Kakerlaken vertrieben, besteht die Angst, dass die Tierchen sich erneut bei Dir einnisten. Befolge die nachstehenden Tipps, um einen erneuten Befall vorzubeugen.

  • Ausreichend lüften

Kakerlaken mögen eine feuchtwarme Umgebung. Diese finden Sie vorwiegend im Badezimmer sowie der Küche vor, wenn dort nur ungenügend gelüftet wird. Denn anders als häufig angenommen, ist das Kippen des Fensters nicht ausreichend. Besser ist ein regelmäßiges Stoßlüften, bei welchem Du mehrere Fenster gleichzeitig öffnest. Dies gewährt einen besseren Luftaustausch, sodass die Luftfeuchtigkeit abnimmt.

Achte des Weiteren darauf, dass Du Tätigkeiten in andere Räume verlagerst, die zur Feuchtigkeit beitragen. Dazu gehört beispielsweise das Aufhängen der Wäsche. Indem Du die Luftfeuchtigkeit reduzierst, fühlen sich nicht nur die Kakerlaken unwohler bei Dir, sondern Du senkst auch das Schimmelrisiko.

  • Vorräte sicher aufbewahren

Kakerlaken sind genügsame Allesfresser. Im Haushalt werden Sie daher immer etwas Fressbares vorfinden. Dennoch ist eine größere Vorsicht bei Deinen Vorräten angebracht.

Sämtliche Lebensmittel solltest Du nur in feste Behälter aufbewahren. Dünne Verpackungen können die Kakerlaken zerbeißen und auf diesem Wege an den Inhalt gelangen. Ebenso ist eine größere Vorsicht beim Kühlschrank nötig, da dort die Kakerlaken ins Innere gelangen könnten.

  • Zugänge verschließen

Kakerlaken gelangen meist über den Abfluss und offene Rohre in die Wohnung. Auch Ritzen oder Spalten ermöglichen das Eindringen.

Prüfe die Wohnung oder das Haus gründlich auf sämtliche Zugangsmöglichkeiten. Verwende Abdeckungen, die für die Kakerlaken nicht überwindbar sind und einen Schutz bieten.

Diese Maßnahme ist auch gegen andere Schädlinge wirksam. So schützt Du Dich vor Silberfischen oder Ratten, welche auf gleichem Wege in den Wohnraum eindringen.

Wirksam Kakerlaken bekämpfen

Kakerlaken werden als Schädlinge in Deutschland zu einem großen Teil unterschätzt. Denn glücklicherweise gelten Kakerlaken eher als selten anzutreffendes Ungeziefer. Dennoch sorgt ein immer wärmer werdendes Klima dafür, dass die Schaben sich auch in Deutschland stetig wohler fühlen. So gelten Sie nicht mehr nur als unangenehmes Mitbringsel aus dem Urlaub, sondern nisten sich vermehrt in Häusern oder Wohnungen ein.

Bei der Bekämpfung kannst Du sowohl zu Hausmitteln greifen als auch bewährte Ungeziefermittel einsetzen. Probiere diese aus und vertreibe die Kakerlaken auf diesem Wege.

Zeigt sich kein Erfolg, dann zögere nicht damit einen Kammerjäger zu beauftragen. Dieser weist eine wesentlich höhere Erfolgsquote auf und sorgt nachhaltig für einen Rückgang des Ungeziefers.

Häufige Fragen

Bringst Du etwas Geduld mit und bist bereit Zeit in die Bekämpfung zu investieren, kannst Du die Schädlingsbekämpfung selbst übernehmen. Hierzu musst Du Dich gut darüber informieren, wo sich die Kakerlaken aufhalten könnten und welche Mittel effektiv sind. Probiere die unterschiedlichen Methoden aus, um den Befall eigenständig einzudämmen.

Kakerlaken vertreibst Du entweder mit Gerüchen oder durch den Einsatz von Ungeziefermitteln. Hierfür kommen Giftköder, Klebefallen oder Sprays in Frage. Setze diese in befallenen Bereichen ein und die Kakerlaken sollten sich leicht aus der Wohnung vertreiben lassen.

Das Bekämpfen der Kakerlaken ist abhängig vom Ausmaß des Befalls sowie den verwendeten Bekämpfungsmethoden. Mit Hausmitteln dauert es für gewöhnlich länger, während der Schädlingsbekämpfer schnellere Erfolge vorweist.

Kakerlaken verstecken sich an wärmeren und dunklen Orten. Dies könnte hinter dem Kühlschrank, der Heizung oder dem Ofen sein. Auch Ritzen und Fugen bieten gute Versteckmöglichkeiten für die dünnen Kakerlaken.

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