Katzen gelten als überaus reinliche Tiere. Sind Sie nicht gerade am Schlafen, widmen Sie sich der Fellpflege und sorgen dafür, dass dort keinerlei Verschmutzungen auftreten. Bemerkst Du jedoch, dass Deine Katze sich vermehrt kratzt oder die Haut gereizt scheint, können andere Ursachen dafür verantwortlich sein.

Möglich ist es etwa ein Flohbefall, welcher zu diesen Beschwerden führt. Wie erkennst Du die Flöhe bei Deiner Katze und hilfst Du Ihr am besten? Nutze die nachstehenden Tipps, um den Flohbefall in den Griff zu bekommen und die Gesundheit Deiner Katze zu fördern.

Entstehung des Flohbefalls

Bei Freigängern ist nachvollziehbar, dass der Flohbefall ein ernstzunehmendes Risiko darstellt. Schließlich durchstreifen die Tiere größere Gebiete und kommen in Kontakt mit zahlreichen Artgenossen. Sind diese von Flöhen befallen, ist eine Übertragung selbst ohne direkten Körperkontakt möglich. Denn die Flöhe sind in der Lage, mehr als einen halben Meter weit zu springen. So können Sie sich von Katze zu Katze bewegen und im Fell einnisten.

Doch auch reine Hauskatzen sind nicht vor dem Flohbefall sicher. Möglich ist eine Übertragung, wenn Du selbst unter den Parasiten leidest. Dies können neben den adulten Flöhen auch die Larven oder Eier sein, die Du in die Wohnung schleppst.

Eine Übertragung ist nicht über infizierte Personen oder Tiere möglich. Die Flöhe halten sich auch in Polstermöbeln sowie Teppichen auf. Somit ist es auch denkbar, dass Du die Parasiten nach einem Aufenthalt in einer kontaminierten Wohnung oder einem Hotel mitbringst.

Höher ist die Gefahr während der warmen Jahreszeit. Denn die Flöhe bevorzugen eine Temperatur von 25 bis 30°C. Unter diesen Bedingungen vermehren Sie sich rasanter, sodass auch das Risiko eines Befalls zunimmt. In einer warm beheizten Wohnung können die Flöhe aber auch problemlos den Winter überleben[1]https://www.koelle-zoo.de/blog/hund/gesundheit-und-pflege/was-macht-der-floh-im-winter und sich dauerhaft einnisten.

Flöhe erkennen

Flöhe besitzen nur eine Körpergröße von ca. 4mm. Damit sind Sie so klein, dass Du Sie mit bloßem Auge kaum erkennst. Insbesondere im dichten Katzenfell bemerkst Du die Parasiten nicht, sodass Sie sich zunächst unbemerkt einnisten und vermehren.

Dass Deine Katze von Flöhen befallen ist, erkennst Du eher auf indirektem Wege. Dabei ist vorrangig das Verhalten ein wichtiger Hinweis darauf, ob es Deiner Katze gut geht oder Ihre Gesundheit angegriffen ist.

Symptome

Die Beschwerden bei Deiner Katze äußern sich in erster Linie in einem unruhigen Verhalten sowie einem ständigen Putzen. Da die Flöhe sich in der Haut verbeißen und dort einen starken Juckreiz auslösen, reagiert die Katze entsprechend. Sie leckt häufiger Ihr Fell und versucht dem Jucken entgegenzuwirken. Die Flohbisse lassen Ihr keine Ruhe und dies zeigt sich in deutlichen Verhaltensänderungen.

Der gesteigerte Putzdrang hinterlässt auf der Haut sowie dem Fell seine Spuren. Das Fell wird lichter und Hautreizungen könnten in Erscheinung treten. Auch Wundstellen sind möglich, falls der Flohbefall über einen längeren Zeitraum anhält.

Befinden sich eine Vielzahl der Flöhe im Fell, sind auch deren Hinterlassenschaften auffällig. Der Kot der Flöhe deutet sich als schwarze Punkte an. Diese treten zahlreich im Fell auf und sind deutlich wahrnehmbar.

Flöhe sicherstellen

Die Flöhe mögen zwar klein sein, sind aber im Gegensatz zu Milben, für den Menschen nicht unsichtbar. Nimmst Du das Fell genauer unter die Lupe, könntest Du die Flöhe als sich bewegende, schwarze Punkte wahrnehmen.

Noch einfacher ist der Nachweis des Flohbefalls, indem Du mit einem Kamm durch das Fell gehst. Hierfür bietet sich die Verwendung eines Flohkamms an, welcher so feine Borsten besitzt, dass dieser die kleinen Tierchen aufnimmt.

Gehe mit dem Flohkamm durch das Fell und lege die Reste auf einem weißen Papiertuch ab. Auf diese Weise ist der Nachweis der Flöhe relativ sicher möglich. Sei allerdings im Umgang mit den Flöhen vorsichtig, da diese auch auf den Menschen übergehen könnten. Halte zunächst eine gewisse Distanz ein und versuche den direkten Kontakt mit Deiner Katze zu vermeiden.

Gefahr der Flöhe

Der Flohbefall ist zunächst unangenehm für Deine Katze. Die Parasiten nisten sich auf der Haut ein und saugen das Blut aus. Ähnlich wie bei gewöhnlichen Insektenbissen, injizieren die Flöhe ein Betäubungsmittel, welches verhindert, dass die Katze unmittelbar bemerkt, dass die Flöhe zubeißen. Im Anschluss tritt jedoch eine Entzündungsreaktion auf, welche mit dem bekannten Juckreiz einhergeht.

Da die Flohbisse wesentlich zahlreicher sind, ist die Belastung ungleich höher als bei einfachen Mückenstichen. Die Flöhe treten nicht nur in größerer Zahl auf, sondern jedes Exemplar beißt mehrfach zu. So ist der Juckreiz wesentlich stärker und beeinträchtigt das Wohlbefinden der Katze. Sie steht unter einem höheren Stress und zeigt sich unruhig.

Für die Katze sind die Flohbisse aber nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich. Denn auf diesem Wege ist die Übertragung von Krankheitserregern sowie Bandwürmern[2]https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2013/daz-10-2013/mancher-bandwurm-folgt-dem-floh möglich. Auch Entzündungen der Bissstellen sind möglich, sodass die Haut darunter leidet. In erster Linie ist der Transfer von Bakterien oder Viren gefährlich, welche zur Katzenkratzkrankheit oder zum Fleckfieber führen.

Zudem ist auch der Blutverlust zu berücksichtigen. Mag jeder Katzenfloh nur eine geringe Menge aufnehmen und kaum einen Einfluss auf die Blutzirkulation besitzen, sieht dies bei einem ausgeprägten Flohbefall ernster aus. Speziell bei jüngeren oder geschwächten Katzen besteht das Risiko einer Blutarmut. Diese ist im Ernstfall lebensgefährlich, sodass Tiere mit Vorerkrankungen besonders vor den Flöhen geschützt werden müssen.

Bekämpfung der Flöhe bei Katzen

Die Flöhe stellen eine große Beeinträchtigung für Deine Katze dar. So schnell wie möglich ist daher eine Bekämpfung angebracht. Zunächst kannst Du mit einfachen Mitteln versuchen, die Flöhe abzuwehren. Ein Besuch beim Tierarzt ist aber in jedem Fall angebracht, um die Parasiten nachhaltig loszuwerden und eine Beeinträchtigung der Gesundheit zu verhindern.

Flohhalsband

Als vorbeugende Maßnahme, falls etwa andere Tiere im Haushalt von den Flöhen befallen sind, ist das Tragen eines Flohhalsbands nützlich. Dies setzt einen Wirkstoff im Fell frei, welches die Flöhe bei Kontakt abtötet. Dadurch ist ein effektiver Schutz gewährleistet und Du verhinderst, dass die kleinen Tierchen sich auf Deiner Katze einfinden.

Dauerhaft ist das Tragen des Flohhalsbands jedoch nicht empfohlen. Es besteht die Gefahr, dass sich Deine Katze daran beim Herumtoben verletzt und es könnten Hautreizungen auftreten. Setze es daher nur konkret bei einer Bedrohung ein, um gezielt Deine Katze zu schützen.

Flohshampoo

Hast Du die zahlreichen Flöhe nachgewiesen, ist das Flohshampoo eine geeignete Wahl, um die Parasiten nachhaltig abzutöten. Auch wenn die meisten Katzen dem Wasser wenig aufgeschlossen gegenüberstehen, solltest Du Sie zu einem Bad drängen. Einmal den gesamten Körper mit dem Flohshampoo behandelt, besitzt es eine längere Wirkdauer und verhindert wirksam einen erneuten Befall.

Allerdings musst Du auch Deine Wohnung reinigen, um mögliche Nistplätze sowie die Larven der Flöhe zu entfernen. Allein die Anwendung des Flohshampoos ist daher selten ausreichend, um langfristig die Flöhe loszuwerden.

Medikamente

Treten bereits Hautreizungen und Veränderungen auf, ist in Absprache mit dem Tierarzt die Gabe von Medikamenten anzuraten. Dies können Spot On Produkte sein, die Du auf den Nacken träufelst und deren Wirkstoffe in das Blut übergehen, um die Parasiten zu bekämpfen.

Auch die Einnahme von Tabletten ist möglich, um zügig die Flöhe abzutöten. Je nach Produkt sorgen diese bereits innerhalb von 30 Minuten für ein Absterben der Parasiten. Besprich mit dem Tierarzt, welches Mittel im konkreten Fall für Deine Katze empfehlenswert ist.

Dem Flohbefall vorbeugen

Die Katzenflöhe beeinträchtigen Dein Haustier massiv und könnten sich weit in der Wohnung verbreiten. Die Bekämpfung ist mit einigem Aufwand verbunden, sodass es sinnvoll ist, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, damit sich die Flöhe erst gar nicht auf Deiner Katze wohlfühlen.

Grundsätzlich bietet sich die Fellpflege und Kontrolle an. Deine Katze übernimmt die Reinigung zwar selbstständig, doch solltest Du auch regelmäßig einen Blick auf das Fell werfen. So erkennst Du schneller Auffälligkeiten und kannst neben den Flöhen auch Zecken oder andere Parasiten identifizieren. Auch den Flohkamm kannst Du vorbeugend einsetzen, um mögliche Exemplare zu entdecken, bevor sich die Flöhe vermehren.

Ist Deine Katze ein Freigänger und hält sich gerne in der Natur auf, ist das Risiko eines Flohbefalls größer. Vorbeugend ist die Gabe von Tabletten möglich, welche die Entwicklung der Floheier stoppen. Etwa einmal im Monat muss die Katze die Tablette nehmen, um dem Flohbefall vorzukommen.

Indem Du regelmäßiger Deine Katze kontrollierst und bei Freigängern die Spot On Produkte oder Tabletten verwendest, ist das Risiko eines Befalls deutlich geringer. Sollte sich dennoch ein Exemplar im Fell einfinden, stirbt es zügig oder ist nicht in der Lage sich zu vermehren. Dadurch tritt der schwerwiegende Flohbefall nicht in Erscheinung.

Flöhe bei Katzen

Sowohl Hunde als auch Katzen sind bei einigen Parasiten als Wirte beliebt. Blutsauger, wie Flöhe oder Zecken halten sich gerne bei Ihnen auf, um an die kostbare Nahrung zu gelangen. Auch auf den Mensch können diese Parasiten übergehen, weshalb Tierhalter dafür ein besonderes Bewusstsein besitzen müssen.

Erkenne die Flöhe bei Katzen frühzeitig und beginne mit der Bekämpfung, damit es dem Haustier schnell wieder besser geht. Eine Behandlung ist heute effektiv und schnell möglich, sodass die Leidenszeit minimal ist.

Kontrolliere regelmäßig das Fell und prüfe bei auffälligem Verhalten, was die Ursache sein könnte. Dann kommst Du einem Flohbefall zuvor und es treten seltener Probleme durch die Übertragung von Krankheiten auf.

Häufige Fragen

Anders, als es der Name vermuten lässt, sind Katzenflöhe nicht auf die Katzen als Wirt spezialisiert. Sie können auch auf andere Tiere sowie den Menschen übergehen und sich dort vermehren.

Sämtliche Nistplätze und Larven tötest Du am besten mit einem Fogger ab, welcher den Wirkstoff im gesamten Raum ausgibt. So erreichst Du auch die Ritzen und Verstecke, in denen sich die Flöhe zurückziehen. Zudem bietet sich die heiße Wäsche der Textilien sowie eine Wärmebehandlung von Polstermöbeln an, um die Katzenflöhe nachhaltig zu bekämpfen.

Die Flohbisse verursachen einen intensiven Juckreiz. Darauf reagieren Katzen mit einem stärkeren Putzen sowie unruhigem Verhalten. Auch gerötete Hautstellen sowie ein lichter werdendes Fell deuten auf den Flohbefall hin.

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