Auf einen Blick

  • Flöhe sind nachtaktive Blutsauger, die Juckreiz und rote Hautstellen verursachen.
  • Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist unwahrscheinlich, daher besteht keine gesetzliche Quarantänepflicht.
  • Bei Flohbefall sollte mit dem Arbeitgeber Rücksprache gehalten werden, um potentielle Risiken abzuwägen.
  • Bei Flohbefall: Reinigung der Umgebung und eventuell professionelle Schädlingsbekämpfung durchführen.

Flöhe stellen für Dich eine große Belastung dar. Der ständige Juckreiz raubt Dir die Nerven und die Bisse zeichnen sich auf Deiner Haut ab. Dennoch besteht der Wunsch, weiter der Arbeit nachzugehen. Eine wichtige Deadline oder andere Aufgaben warten auf Dich, weshalb Du gerne auf der Arbeit erscheinen würdest.

Doch da Flöhe in der Lage sind beachtliche Distanzen zu überbrücken, könnte die Gefahr einer Übertragung auf die anderen Kollegen bestehen. Selbst mit einigen Vorsichtsmaßnahmen wäre es kaum verantwortlich, mit einem Flohbefall zur Arbeit zu gehen. Doch darfst Du überhaupt mit Flöhen in das Büro oder ist das schon aus rechtlicher Sicht bedenklich?

kakerlaken
Flöhe Steckbrief
Gefährlichkeit
Verbreitung
Bekämpfungsaufwand
  • Klasse: Insekten
  • Größe: Bis 5mm
  • Lebenserwartung: Max 1,5 Jahre
  • Ernährung: Blutfresser
  • Vermehrung: Eiablage
  • Aktivität: Nachtaktiv
  • Anzeichen: Juckreiz, Gerötete Hautstellen, Bisse
  • Verstecke: Im Haar/Fell des Wirtes

Vorbeugung

  • Flohhalsband
  • Teppiche & Textilien reinigen
  • Tierbetten bei 60°C waschen

Bekämpfung

  • Shampoo
  • Flohkamm
  • Tabletten

Eigenverantwortung gefragt

Rechtlich bestehen zunächst keine Einschränkungen. Anders als beim Befall mit Läusen, sind die Flöhe nicht meldepflichtig. Du musst also nicht einer offiziellen Stelle mitteilen, dass Du von einem Flohbefall betroffen bist.

Stammen die Flöhe von Deinem Hund oder der Katze, ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch unwahrscheinlich. Denn die Blutsauger halten sich nur vorübergehend auf der Haut auf. Ihnen fehlt beim Menschen das Fell, wo Sie sich einnisten können und für längere Zeit verbleiben. Daher giltst Du höchstens als Zwischenwirt und die Flöhe fallen nach dem erfolgreichen Blutsaugen wieder von Dir ab.

Keine Pflicht zur Quarantäne

Flöhe gehören nicht zu den meldepflichtigen Krankheitserregern und eine Quarantäne ist nicht erforderlich. Daher dürftest Du auch trotz Flohbefall arbeiten gehen. Bevor Du jedoch auf der Arbeit erscheinst, solltest Du lieber mit Deinem Arbeitgeber Rücksprache halten. Dieser kann besser entscheiden, ob es sinnvoll ist dieses Risiko einzugehen.

Somit dürftest Du auch bei einem Flohbefall arbeiten und in das Büro gehen. Rechtlich besteht nicht die Pflicht zur Quarantäne, da die Übertragung unwahrscheinlich ist.

Dennoch darfst Du den Flohbefall nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zwar ist die Übertragung von Mensch zu Mensch unwahrscheinlich, doch nicht komplett ausgeschlossen. Zudem besteht die Gefahr, dass Du die Flöhe in das Büro einschleppst und dieses kontaminierst. Je nach Ausstattung fühlen sich die Insekten dort wohl und vermehren sich. So besteht die Gefahr, dass die Tiere auch auf die Kollegen übergehen und dort zu schmerzhaften Symptomen führen.

Probleme mit einem Flohbefall?

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Haben sich bei Dir Zuhause Flöhe eingefunden, dann frage zunächst Deinen Arzt um die richtige Vorgehensweise. Dieser kann Dir in Deinem Fall eine Empfehlung aussprechen, wie Du am besten mit den Flöhen umgehst und ob es sinnvoll wäre der Arbeit nachzugehen. Natürlich ist auch Rücksprache mit dem Arbeitgeber zu halten.

Deinen Kollegen zuliebe solltest Du aus Rücksicht lieber Zuhause bleiben. Bekämpfe die Flöhe zunächst, sodass keinerlei Gefahr einer Übertragung besteht. Dies ist für alle Beteiligten die sicherste Maßnahme und die wenigen Tage Arbeitsausfall wiegen weniger schwer als eine komplette Kontamination des Büros.

Bekämpfen der Flöhe

Zunächst musst Du klar abgrenzen, ob es sich um Flöhe oder Läuse[1]https://www.kopflausratgeber.de/magazin/laeuse-oder-floehe/ handelt. Typisch für die Flöhe sind Bisse, die in einer Reihe liegen und in größerer Zahl vorkommen. Diese sind über den gesamten Körper verstreut und sorgen für einen empfindlichen Juckreiz. Somit lassen sich die Flöhe klar von Läusen abgrenzen, welche mit anderen Beschwerden einhergehen.

Nach der Bestätigung, dass es sich um Flöhe handelt, darfst Du nicht untätig bleiben, sondern musst umgehend mit der Bekämpfung beginnen. Handelt es sich um Katzenflöhe, dienen die Haustiere als Wirt, weshalb dort eine gründlichere Pflege erforderlich ist. Nutze ein Flohshampoo für Deine Katze, um sämtliche Flöhe abzutöten. Auch wenn das Duschen für Deine Katze wahrscheinlich unangenehm ist, ist diese Maßnahme dringend erforderlich.

Effektive Flohbekämpfung

Selbst wenn Du trotz des Flohbefalls arbeiten könntest, ist dies keine schöne Erfahrung. Bekämpfe die Parasiten so schnell wie möglich, um nicht mehr unter den Flohbissen zu leiden. Eine heiße Wäsche, der Milbensauger oder in letzter Konsequenz der Kammerjäger, helfen Dir beim Abtöten der Flöhe.

Im Anschluss sind weitere Maßnahmen gegen die Flöhe notwendig. Haben sich diese in Deinem Bett oder der Schlafumgebung eingefunden, musst Du sämtliche Bezüge und die Bettwäsche bei mindestens 60°C waschen. Alternativ kannst Du auch die Oberfläche mit einem Milbensauger oder Dampfreiniger behandeln.

Hat sich der Floh bereits weiter ausgebreitet, könntest Du einen Ungeziefer Vernebler einsetzen, welcher weiträumig den Wirkstoff im Raum ausbringen. Mit dem Vernebler erreichst Du wesentlich einfacher sämtliche Verstecke und Unterschlüpfe, wo sich die Tiere aufhalten könnten.

Haben die Anwendungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht und finden sich die Katzenflöhe weiterhin auf Deinem Körper ein, ist eine professionelle Bekämpfung durch einen Kammerjäger angebracht. Dieser erreicht sowohl die lebenden Flöhe als auch die Eier und Larven. Dadurch bist Du besser vor einem erneuten Befall geschützt und musst Dir weniger Sorgen machen.

Mit Flöhen lieber nicht zur Arbeit erscheinen

Die Flöhe gehören nicht zu den meldepflichtigen Krankheitserregern. Eine Übertragung durch den Menschen ist unwahrscheinlich, da dieser lediglich als Zwischenwirt zur Aufnahme des Blut dient. Anders als bei Katzen oder Hunden halten sich die Flöhe nicht dauerhaft auf dem Menschen auf, sodass das Infektionsrisiko minimal ist. Eine Meldepflicht oder die Verpflichtung zur Quarantäne bestehen daher nicht.

Rein vom Gesetz her dürftest Du trotz Flohbefall zur Arbeit gehen, wenn Du Dich fit genug fühlst. Dennoch ist aus Rücksicht zu den Kollegen davon dringend abzuraten. Eine Übertragung ist zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Zudem könnten sich die Flöhe in den Möbelstücken einfinden, zu denen Du einen direkten Kontakt hattest.

Bist Du den Flöhen betroffen, dann wende Dich an Deinen Arzt sowie Arbeitgeber. Diese sind in diesem Fall die ersten Ansprechpartner und gemeinsam findet Ihr eine Lösung, um bestmöglich mit der Situation umzugehen. Üblicherweise bedeutet dies, dass Du zunächst Zuhause bleibst und dort eine professionelle Flohbekämpfung stattfindet, sodass Du schnellstmöglich wieder auf der Arbeit ohne Flöhe erscheinst.

Häufige Fragen

Flöhe gehören nicht zu den meldepflichtigen Krankheitserregern. Das Übertragungsrisiko durch den Menschen ist relativ gering, weshalb im Gegensatz zu Läusen keine Meldepflicht besteht. Du dürftest somit auch zur Arbeit erscheinen und musst Dich nicht in eine Quarantäne begeben.

Für den Floh gilt der Mensch lediglich als kurzer Zwischenwirt. Sobald der Floh genügend Blut aufgenommen hat, fällt Er vom Körper und sucht sich einen geeigneteren Wirt. Dies sind in der Regel Hunde oder Katzen, in deren Fell sich die Flöhe wohlfühlen.

Stellst Du einen Flohbefall bei Dir fest, dann dusche zunächst Dich sowie Deine Haustiere gründlich, um sämtliche Exemplare vom Körper zu waschen. Danach ist eine Grundreinigung und Behandlung der Schlafumgebung sowie der Schlafstätte Deiner Haustiere erforderlich. Bei einem ausgeprägten Befall hilft nur eine professionelle Bekämpfung, sodass Du nicht zu lange warten solltest, um den Kammerjäger zu rufen.

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